Oberhavel

Oberhavel startet Bezahlkarten für Asylsuchende – Probleme bei Aktivierung!

Die Kreisverwaltung Oberhavel hat mit der Ausgabe der Bezahlkarte an Asylsuchende begonnen. Diese Initiative wurde während der Kreistagssitzung am 12. März 2025 von Landrat Alexander Tönnies (SPD) bekannt gegeben. Ursprünglich war geplant, die Bezahlkarte bereits im November 2024 bereitzustellen, doch aufgrund technischer Probleme des Anbieters wird nun ein Start im April 2024 erwartet.

Insgesamt haben 1.048 Personen in Oberhavel Anspruch auf die Bezahlkarte, von denen bereits rund die Hälfte die Karte erhalten hat. Am 10. Februar 2025 startete der Servicepunkt für Migration in Oberhavel mit der Ausgabe der sogenannten SocialCard. Diese wird den Nutzern persönlich per Brief übergeben, wobei der Versand per Post nicht gestattet ist.

Technische Details und Nutzungseinschränkungen

Der Aufwand für die Ausgabe der Karten ist hoch, da die Mitarbeiter zwei Drittel ihrer Arbeitszeit damit verbringen. Viele Fragen zu Daueraufträgen, Abbuchungen und Ratenzahlungen müssen individuell mit den Asylsuchenden geklärt werden. Für Personen ohne Internetzugang gibt es im Servicepunkt Migration ein Terminal, um die Aktivierung der SocialCard zu ermöglichen.

Die SocialCard hat Limits bei Bargeldabhebungen, die 50 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Minderjährige betragen. Zudem gibt es Beschränkungen bei Überweisungen, und die Karte kann ausschließlich im Bundesgebiet genutzt werden; Auslandsüberweisungen sind nicht möglich. Ein zentrales Ziel dieser Maßnahme ist es, Zahlungen an Schlepper sowie an die Familien in den Herkunftsländern zu unterbinden, wie [maz-online.de](https://www.maz-online.de/lokales/oberhavel/oranienburg/migration-in-oberhavel-landkreis-gibt-bezahlkarten-aus-GRPBJQEMY5BI3MSMGVJGNNELJM.html) berichtete. Weitere Informationen zu den Leistungen der Bezahlkarte sind auf [verwaltung.bund.de](https://verwaltung.bund.de/leistungsverzeichnis/de/leistung/99107029080004) verfügbar.