
Der Tierpark Gera, der sich über ein Gelände von etwa 20 Hektar erstreckt, ist eine beliebte Freizeiteinrichtung in Ost-Thüringen. Hier leben über 600 Tiere aus 70 verschiedenen Arten, darunter Damwild, Elche, Rentiere und exotische Tiere wie Löwen und Bennett-Kängurus. Der Tierpark wurde 1962 gegründet und hat sich seitdem zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Besucher entwickelt, die die Natur und Tierwelt entdecken möchten, wie gera.de berichtet.
In den letzten Wochen gab es jedoch vermehrt Berichte über Fehlverhalten von Besuchern, die versuchten, die Tiere zu füttern oder zu streicheln. Diese Praktiken können für die Tiere gefährlich sein, da sie versehentlich Verpackungsmaterialien oder unpassendes Futter aufnehmen könnten. Katharina Häßelbarth, eine Mitarbeiterin des Tierparks, hebt hervor, dass die unsachgemäße Fütterung von Tieren bereits zu Krankheiten und sogar zum Tod einzelner Tiere geführt hat. Besonders betroffen ist der begehbare Berberaffenwald, wo die Tiere oft neugierig sind und Verpackungen fressen. In einem Facebook-Post hat der Tierpark die Besucher eindringlich gebeten, von der Fütterung mitgebrachtem Essen abzusehen, was auch thueringen24.de berichtete.
Herausforderungen für den Tierpark
Ein weiteres Problem stellt die unsachgemäße Ablage von Tieren dar. So wurde kürzlich eine Schildkröte in einem Karton vor dem Tierpark gefunden, was bei kaltem Wetter lebensbedrohlich für die Tiere sein kann. Der Tierpark Gera nimmt regelmäßig Tiere auf und bietet die Möglichkeit an, Tiere zurückzugeben oder abzugeben, wenn dies vorher abgesprochen wird. Besucher können zudem artgerechtes Tierfutter an den Kassen des Tierparks erwerben, um die Tiere richtig zu füttern.