Neustadt an der Waldnaab

Schock-Unfall: 33-Jähriger schläft am Steuer und kracht gegen Baum!

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 24. März 2025 gegen 06:30 Uhr auf der Kreisstraße AS1, Höhe Ammersricht. Ein 33-jähriger Fahrer eines VW Passats verlor aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug, nachdem er offenbar aufgrund von Sekundenschlaf eingeschlafen war. In einer leichten Linkskurve kam das Auto nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum.

Der Fahrer zog sich dabei schwere Schulterverletzungen und eine Fraktur zu. Rettungskräfte versorgten ihn umgehend vor Ort, bevor er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert wurde. An der Unfallstelle wurden keine Bremsspuren gefunden, was darauf hindeutet, dass der Fahrer möglicherweise nicht rechtzeitig auf die Situation reagierte. Der Sachschaden am Fahrzeug wird auf etwa 8.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehren aus Illschwang und Sunzendorf waren im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern und das Fahrzeug zu bergen.

Rechtliche Konsequenzen bei Sekundenschlaf

Der Vorfall wirft zudem rechtliche Fragen auf, die mit dem Thema Sekundenschlaf im Straßenverkehr verbunden sind. Wie anwalt.de berichtet, sind jedes Jahr viele Unfälle im Straßenverkehr auf Übermüdung oder Sekundenschlaf zurückzuführen. Diese Zustände führen oft zu ernsthaften Sach- und Personenschäden.

Ein Fahrer, der wegen Sekundenschlaf einen Unfall verursacht, muss mit einem Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung rechnen. Laut § 315c StGB kann der Fahrer sich nicht auf das Einschlafen am Steuer berufen, um die Schuld zu mindern. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen strafrechtlichen Mangel, was im Regelfall zu einem Entzug der Fahrerlaubnis führt. Zudem drohen Geld- oder Freiheitsstrafen. Die Gerichtspraxis hat sich etabliert, dass Müdigkeitszeichen vom Fahrer wahrgenommen werden müssen; fehlt dies, wird Fahrlässigkeit unterstellt.

Die Rechtsprechung ist jedoch nicht einheitlich, da einige Gerichte die subjektive Wahrnehmung von Müdigkeitszeichen in Frage stellen. Dies könnte im Zuge der weiteren Ermittlungen auch die rechtlichen Folgen für den betroffenen Fahrer beeinflussen.