Stade

Sanierung oder Neubau? Zukunft der Hauptschule Buxtehude im Fokus!

In Buxtehude wird derzeit über die Zukunft der Hauptschule am Schulzentrum Süd diskutiert. Am 26. März 2025 ist eine öffentliche Sitzung angesetzt, um mögliche Sanierungs- oder Neubaualternativen zu erörtern. Die Sitzung findet um 19 Uhr in der Pausenhalle der IGS, Hansestr. 15, statt. Anlass für die Diskussion ist die Raumnot, die am Schulzentrum Süd zunehmend spürbar wird. Aufgrund des Anstiegs der Schülerzahlen sowie der Integration von vielen Inklusionsschülern wächst der Platzbedarf erheblich. Zudem entwickeln sich die Haupt- und Realschulen zu Ganztagsschulen, was den Raumbedarf weiter erhöht, wie [kreiszeitung-wochenblatt.de](https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/buxtehude/c-politik/sanieren-oder-abreissen_a353106) berichtete.

Im vergangenen Jahr war das Hauptschulgebäude aufgrund von Schimmelproblematik zeitweise gesperrt, doch ein Teilbereich wurde wieder freigegeben. Dennoch ist eine umfangreiche Sanierung unumgänglich. Dazu gehören der Ausbau von Decken und die Erneuerung der Dämmung. Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass eine komplette Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Die Stadtverwaltung hat eine Wirtschaftlichkeitsprüfung in Auftrag gegeben, um die Tragfähigkeit des Hauptschulgebäudes zu bewerten und die Alternativen eines Neubaus in Betracht zu ziehen. Gleichzeitig wird auch untersucht, wie die allgemeine Raumnot am Schulzentrum Süd entschärft werden kann.

Sanierungsdiskussion auch in anderen Gemeinden

Die Diskussion um die Sanierung oder den Neubau von Schulen ist nicht nur in Buxtehude ein Thema. Auch in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Essenheim wird die Thematik erörtert. Die dortige Grundschule, die 1983 erbaut wurde, hatte bereits mit Undichtigkeiten und einer schlechten Energiebilanz zu kämpfen. Ein Architektenteam plante eine kostengünstige Sanierung, anstatt einen Neubau, der mit etwa 8 Millionen Euro veranschlagt wurde. Nach Starkregen traten jedoch Probleme auf, die eine schnelle Entscheidung erforderlich machten. Architekt Timm Helbach, selbst ehemaliger Schüler, sprach sich für die Sanierung aus, die auf etwa 1,6 Millionen Euro geschätzt wurde. Diese Option hat das Interesse des Gemeinderates geweckt, berichtete [dabonline.de](https://www.dabonline.de/architektur/schulen-sanieren-baukosten-niedrig/).

Zudem gibt es erfolgreiche Sanierungsbeispiele, wie das Gymnasium in Neustadt an der Waldnaab, das von Architekt Peter Brückner saniert wurde. Diese Projekte zeigen, dass selbst weniger beliebte Gebäude auf nachhaltige und wirtschaftliche Weise saniert werden können. Auch das Hölderlin-Gymnasium in Heidelberg hat umfassende Sanierungsmaßnahmen durchlaufen, die unter anderem die historische Fassade berücksichtigten.