
In Baden-Württemberg sorgen derzeit faszinierende Wetterphänomene für Aufsehen. Die Region erlebt spektakuläre Himmelsansichten, die von Polarlichtern über dem Dreisamtal bei Freiburg bis hin zu einem farbenfrohen Himmel durch Saharastaub reichen. Laut Merkur wurden 25 beeindruckende Aufnahmen aus der Region veröffentlicht, darunter Doppel-Regenbögen über Radolfzell und Gölldorf sowie heftige Gewitter, die Blitzstrecken über Stuttgart hinterließen.
Die Wetterlage zeigt sich jedoch nicht nur von der schönen Seite. Heftige Unwetter ziehen gelegentlich über Baden-Württemberg hinweg. So sorgten intense Stürme in der Vergangenheit für schwere Schäden, wie die teilweise Abdeckung des Kupferdachs des Opernhauses in Stuttgart im Jahr 2021. Der andauernde Regen führt auch zu steigenden Flusspegeln und Hochwasser in Städten wie Ludwigsburg und Heidelberg, wo der Neckar über die Ufer trat. Zudem kommt es zu kuriosen Wetterereignissen, wie einem Winterdienst-Einsatz im Sommer in Reutlingen aufgrund von Hagel mit Hagelkörnern in Golfballgröße.
Besonderheiten der Wetterphänomene
In und um Freiburg haben die Wetterbedingungen auch ein spezielles Phänomen hervorgebracht, das als „Höllentäler“ bekannt ist. Dieses nächtliche Windsystem strömt aus dem Dreisamtal in die Stadt und sorgt insbesondere an heißen Sommertagen für willkommene Abkühlung. Es entsteht durch die nächtliche Abkühlung der Erdoberfläche, was dazu führt, dass Kühlluft talwärts strömt. Wie heidelberg24 berichtet, kann der „Höllentäler“ Windgeschwindigkeiten von bis zu zehn Metern pro Sekunde erreichen und die Luftqualität in der Freiburger Innenstadt verbessern, indem er wärmere, belastete Stadtluft vertreibt.
Allerdings wird dieser Wind an einigen Orten, wie dem Münsterplatz, als unangenehm empfunden. Trotz seiner positiven Auswirkungen auf die Luftqualität trägt der „Höllentäler“ auch dazu bei, dass sich im Winter seltener Nebel in den östlichen Stadtteilen Freiburgs bildet.