Bad Kissingen

Krisenalarm in Bad Kissingen: Dramatische Kürzungen drohen!

Die finanzielle Situation des Landkreises Bad Kissingen ist derzeit angespannt. Einem Bericht von mainpost.de zufolge wird für die kommenden Jahre eine kumulierte Neuverschuldung von 60 Millionen Euro bis 2028 prognostiziert.

In einer Sitzung des Kreistags wurde beschlossen, die Kreisumlage für 2023 und 2024 um 5,9 Prozentpunkte zu erhöhen. Dies führt zu einer Erhöhung der Kreisumlage um 900.000 Euro in diesem Jahr. Für 2026 wird sogar mit jährlichen Belastungen von 17 Millionen Euro gerechnet. Kämmerer Daniel Bahn warnte, dass ein genehmigungsfähiger Haushalt ohne dringend benötigte Mittel nicht mehr möglich sein könnte.

Kritik und Sorgen im Stadtrat

Oberbürgermeister Dirk Vogel äußerte sich besorgt über die dramatische finanzielle Entwicklung und die möglichen Einsparungen, die nötig sein könnten. Besonders hervorzuheben ist, dass bei Pflichtaufgaben wie dem Neubau der Henneberg-Grundschule und der Kita keine Einsparpotenziale vorhanden sind. Die Stadt sieht sich gezwungen, wichtige, aber nicht gesetzlich verpflichtende Projekte, wie den Neubau eines Hallenbades sowie erforderliche Sanierungen, auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Im Stadtrat fand die finanzielle Belastung durch den Landkreis ebenfalls kritische Beachtung. Andreas Kaiser von den Freien Wählern äußerte Unverständnis über die finanzielle Situation und Dritter Bürgermeister Thomas Leiner (CSU) kritisierte die mangelnden Sparanstrengungen des Landkreises. Kämmerer Bahn schlug vor, eine Haushaltssperre für bestimmte Projekte einzuführen, um die 900.000 Euro im laufenden Jahr zu kompensieren. Ein Beschluss über diese Haushaltssperre sowie die betroffen Investitionen steht in der Stadtratssitzung am 2. April zur Abstimmung.