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Proteststurm gegen Gefängnis-Zaun im Görlitzer Park!

Berlin steht Kopf! Der berüchtigte Görlitzer Park soll endlich nachts geschlossen werden, um den Drogenhandel und die Gewaltkriminalität in den Griff zu bekommen. Der Plan klingt simpel: Ein Zaun soll die Lösung sein. Doch dieser Vorschlag sorgt für ordentlich Zündstoff. Wie von der Welt berichtet, hagelt es massiven Widerstand von der Initiative „Görli 24/7“, die das Konzept als „menschenverachtend, ausgrenzend, populistisch“ scharf kritisiert. Ihr Protest geht sogar soweit, dass sie Drohbriefe an die Baufirmen versenden, um das Projekt um jeden Preis zu stoppen.

Die kritischen Stimmen werden lauter, während die Stadtverantwortlichen versuchen, eine Lösung für das Problemviertel Kreuzberg zu finden. Die Initiative „Görli 24/7″ lässt durchblicken, dass sie „Formen des zivilen Ungehorsams“ nicht scheut, um den geplanten Bau zu verhindern. Der Berliner Senat, bestehend aus CDU und SPD, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Park nachts unzugänglich zu machen, um die Situation zu verbessern. Der Bau soll eigentlich bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Doch die Hürden werden höher: Politische Konflikte und der Widerstand im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben das Vorhaben bereits mehrfach verzögert. Noch im März wurde von Grün Berlin eine Ausschreibung für den Zaunbau veröffentlicht, auf die sich Bauunternehmen bis zum 2. April bewerben konnten.

Zäune als Lösung oder Problem?

Viele fragen sich, ob ein solches Bauprojekt wirklich die gewünschte Ruhe und Ordnung bringen kann. Sind Zäune wirklich die Antwort auf die brennenden Probleme eines stadtbekannten Brennpunkts? Laut den Plänen sind rund 50 Meter Metall-Zaunanlagen, verschiedene Torsysteme und vandalismussichere Drehkreuze vorgesehen. Doch genau diese Maßnahmen werden als Symbol für eine autoritäre Scheinlösung kritisiert, die lediglich Wahlstimmen sichern soll.

Der erste Spatenstich soll bereits Ende April erfolgen, und mit einer Fertigstellung wird bis zum 20. Dezember gerechnet. Doch bis dahin schwebt das Damoklesschwert des Protestes über dem Projekt. Der 1. Mai soll mit dem Event „Free görli – Rave against the zaun“ zur Bühne dieser Bewegungen werden. Ein weiterer Protestpunkt auf der Liste der Aktivisten, die sich keinesfalls beugen lassen wollen.

Die hartnäckige Opposition gegen den Zaunbau ist ein bedeutendes Thema für Berlin, denn sie spiegelt die komplexen Herausforderungen zwischen Stadtverwaltung und Bevölkerung wider. Verschiedene Stimmen aus der Gesellschaft kommen auf diesen hitzigen Konflikt zu. Im Fall von Kreuzberg zeigt sich einmal mehr, dass kommunale Entscheidungen auch bei regionalen Projekten auf größten Widerstand treffen können.

Ein Ende in Sicht?

Während die Initiatoren des Bauprojektes weiter den geplanten Zaunbau verteidigen, erschwert die Entschlossenheit der Gegner das Fortschreiten erheblich. Die Initiative droht, die friedliche Stadtgestaltung werde durch Profitgier und autoritäre Entscheidungen bedroht, und fordert alternative Lösungen für den Park, der schon lange ein Brennpunkt der Stadt ist. Die Welt berichtet weiter, dass grundsätzliche politische Uneinigkeit die Situation verkompliziere.

Das letzte Wort in diesem Immobilienkrimi wurde noch nicht gesprochen, und die Nachwehen dieser lebhaften Auseinandersetzung wird Berlin sicherlich noch eine Weile beschäftigen.