
Ungarn zieht sich aus dem Internationalen Strafgerichtshof zurück – ein dramatischer Schritt mit weitreichenden Folgen!
Ein Paukenschlag aus Budapest! Ungarns Regierung hat heute bekannt gegeben, dass sie den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) verlassen wird. Dies geschieht just zu dem Zeitpunkt, als Ministerpräsident Viktor Orban seinen israelischen Amtskollegen Benjamin Netanyahu empfängt – einen Mann, der mit einem Haftbefehl des ICC konfrontiert ist! Was für ein politisches Theater!
„Ungarn verlässt den Internationalen Strafgerichtshof. Die Regierung wird am Donnerstag das Verfahren zur Rücknahme einleiten, gemäß dem verfassungsrechtlichen und internationalen Rechtsrahmen“, verkündete Orban’s Chef des Stabes, Gergely Gulyas, auf Facebook. Ein klarer Schuss vor den Bug des ICC!
Ein umstrittener Besuch
Netanyahu ist am frühen Donnerstagmorgen in Budapest eingetroffen – seine erste Reise nach Europa seit 2023, und das trotz des Haftbefehls gegen ihn wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Gaza. Israel hat die Vorwürfe vehement zurückgewiesen und spricht von politisch motivierten Angriffen, die von Antisemitismus genährt werden. „Das Gericht hat jegliche Legitimität verloren“, so die klare Ansage aus Jerusalem.
Orban hatte Netanyahu bereits im November eingeladen, einen Tag nach der Ausstellung des Haftbefehls. Er betonte, dass Ungarn den Haftbefehl nicht vollstrecken werde, trotz der Mitgliedschaft im ICC. „Die Entscheidung des Gerichts greift in einen laufenden Konflikt ein… aus politischen Gründen“, erklärte er. Ein mutiger Schritt, der die Spannungen zwischen Ungarn und dem internationalen Rechtssystem weiter anheizt!
Die Hintergründe des Rückzugs
Der Rückzug Ungarns aus dem ICC ist nicht aus heiterem Himmel gekommen. Orban hatte bereits im Februar die Möglichkeit eines Austritts angedeutet, nachdem US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen den Ankläger des Gerichts, Karim Khan, verhängt hatte. „Es ist an der Zeit, dass Ungarn überprüft, was wir in einer internationalen Organisation tun, die unter US-Sanktionen steht“, so Orban auf X.
Die parlamentarische Mehrheit von Orbans Fidesz-Partei wird voraussichtlich das Rückzugsgesetz genehmigen. Doch der Austritt hat weitreichende Folgen: Ein solcher Rückzug tritt erst ein Jahr nach der Einreichung des Austrittsdokuments in Kraft – normalerweise in Form eines formellen Schreibens an den UN-Generalsekretär. Bisher haben nur Burundi und die Philippinen den ICC verlassen.
Die Reaktionen auf Ungarns Entscheidung sind bereits laut geworden. Das ICC hat sich noch nicht zu dem Rückzug geäußert, aber die Richter des Gerichts hatten bei der Ausstellung des Haftbefehls betont, dass es „vernünftige Gründe“ gibt zu glauben, dass Netanyahu und sein ehemaliger Verteidigungsminister für Verbrechen wie Mord und Verfolgung verantwortlich sind. Ein gewaltiger Vorwurf, der die internationale Gemeinschaft in Aufruhr versetzt!
Ungarn hat das Römische Statut, den internationalen Vertrag zur Gründung des ICC, 1999 unterzeichnet und zwei Jahre später ratifiziert. Doch Gulyas stellte klar, dass das Statut „nie Teil des ungarischen Rechts“ wurde, was bedeutet, dass keine Maßnahme des Gerichts innerhalb Ungarns umgesetzt werden kann. Ein rechtlicher Schachzug, der die Grenzen des internationalen Rechts herausfordert!