
Die ZF Friedrichshafen AG hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie die Entwicklung von software-definierten Fahrzeugarchitekturen vorantreibt. Ein zentraler Bestandteil dieser Initiative ist der Einsatz von Glasfasertechnologie zur Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in Fahrzeugen. Mit dem Hochleistungsrechner ProAI, der mit einem optischen Multi-Gigabit-Ethernet gemäß dem neuen Standard IEEE 802.3cz-2023 ausgestattet ist, wird eine Datenübertragung über Distanzen von bis zu 40 Metern in Pkw und Nutzfahrzeugen ermöglicht.
Der Serieneinsatz dieser Technologie wird für das kommende Jahr als realistisch eingeschätzt. In der Automobilindustrie ist Glasfaser bislang noch nicht weit verbreitet, jedoch steht ein Durchbruch bevor. Bereits vor etwa 20 Jahren wurden die ersten optischen Systeme wie MOST eingeführt, die auf Polymerfasern basierten. Die modernen Standards beruhen hingegen auf leistungsfähigeren Glasfasern (OM3), die höhere Bandbreiten und geringere Übertragungsverluste bieten.
Vorteile der Glasfasertechnologie
Die Einführung des optischen Multi-Gigabit-Ethernets bietet zahlreiche Vorteile:
- Übertragungsraten von 2,5 bis 50 Gbit/s für datenintensive Anwendungen.
- Stabile Datenübertragung über Entfernungen von bis zu 40 Metern.
- Gewichtsreduktion im Vergleich zu Kupferkabeln.
- Hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.
- Geringerer Energiebedarf für die Datenübertragung im Vergleich zu Kupferlösungen.
- Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit ohne Anpassung der Verkabelung.
- Wirtschaftlichkeit durch hohe Stückzahlen der spezifizierten Komponenten.
- Effiziente Kommunikationskanäle mit niedrigen Latenzen und hohem Monitoring.
ZF positioniert sich mit dieser technologische Innovation als Treiber der automobilen Digitalisierung, indem sie die Anwendung von Glasfasertechnologie in der Fahrzeugarchitektur vorantreibt, wie Wochenblatt News berichtete. Weitere Details zu den damit verbundenen Standards und Anwendungen finden sich im Dokument von IEEE Standards.