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Die Kunst der Präparation: Einblicke in die Meckelschen Sammlungen!

Am Freitag, dem 4. April 2025, wird die Sonderausstellung „Die Kunst der Präparation“ im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eröffnet. Diese Ausstellung präsentiert mehr als 60 anatomische Präparate aus der renommierten Meckelschen Sammlung, die zu den bedeutendsten anatomischen Sammlungen in Europa zählt.

Die Meckelschen Sammlungen umfassen aktuell über 8.000 Präparate, die die filigrane Handwerkskunst der Anatomie vom 18. bis zum 20. Jahrhundert veranschaulichen. Im Mittelpunkt stehen kunstvoll präsentierte Exponate, darunter besondere Korrosionspräparate, die zur Darstellung von Blutgefäßsystemen dienen. Diese einzigartigen Präparate entstehen durch das Ausgießen von Gefäßen mit einer aushärtenden Substanz und das anschließende Auflösen des umgebenden Gewebes.

Details zur Ausstellung

Die Ausstellung verknüpft Wissenschaft und Kunst und bietet Besuchern die Möglichkeit, die verschiedenen Präparationsmethoden, wie Mazeration, Injektion, Korrosion und feuchte Konservierung, kennenzulernen. Zu den Highlights zählen neben den Korrosionspräparaten auch ein Wachsmodell einer präparierten Leiche aus dem Jahr 1867 und zoologische Präparate von der Firma „Dr. Schlüter & Dr. Mass“. Die Ausstellung läuft bis zum 27. Juni 2025 und ist für Interessierte ab 16 Jahren kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung zugänglich. Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag zwischen 13 und 18 Uhr, ausgenommen an Feiertagen.

Die Meckelschen Sammlungen, gegründet von Johann Friedrich Meckel dem Älteren im 18. Jahrhundert, wurden 1836 an die Universität Halle übergeben. Seit 2015 sind sie im „Verzeichnis national wertvolles Kulturgut“ eingetragen. Die Eröffnung der Ausstellung markiert zudem das zehnjährige Bestehen dieser Auszeichnung, wie idw-online.de berichtet.

Die Ausstellung wird als Fortsetzung der erfolgreichen Präsentation ausgewählter Präparate nach der Sonderausstellung 2024 angesehen, die ebenfalls vielbeachtet war. Wissenschaftliche Ansprechpartnerin ist Dr. Claudia Steinicke, Kustodin der Meckelschen Sammlungen, die die Entwicklung und Bedeutung dieser wertvollen Sammlung unterstreicht. Laut stern.de wird mit dieser Ausstellung die besondere Verbindung von Wissenschaft und Kunst gefeiert.