
Athen, Griechenland – Ein gewaltiger Schritt in die Zukunft! Griechenland hat am Mittwoch die Verteidigungswelt erschüttert, indem es als erstes EU-Land von den gelockerten Ausgabenregeln für die Verteidigung Gebrauch machte. Mit einem beeindruckenden 25 Milliarden Euro (27 Milliarden Dollar) umfassenden Mehrjahresprogramm zur Aufrüstung setzt Athen ein starkes Zeichen!
Im Zentrum dieses gewaltigen Plans steht das bahnbrechende Verteidigungssystem „Schild des Achilles“. Premierminister Kyriakos Mitsotakis erklärte im Parlament, dass dieses System „essentially a dome“ sei, das bestehende Luftabwehrsysteme mit neuen Technologien kombiniert. Es bietet Schutz auf fünf Ebenen: gegen Raketen, ballistische Angriffe, Luftangriffe, Schiffsangriffe, U-Boote und sogar Drohnen! Ein wahres Meisterwerk der modernen Kriegsführung!
Ein Wendepunkt in der Verteidigungsgeschichte
Dies ist nicht nur irgendein Aufrüstungsprogramm – es ist Griechenlands erste umfassende Mehrjahresaufrüstung und Teil einer umfassenden Reform der Streitkräfte, die unter dem Namen Agenda 2030 bekannt ist. Mitsotakis bezeichnete den Wandel als die „drastischste Transformation in der Geschichte der Streitkräfte des Landes“. In einer Welt, die sich in einem „unvorhersehbaren Tempo“ verändert, müssen sich die griechischen Streitkräfte anpassen und auf neue Bedrohungen reagieren.
Griechenland hat traditionell einen hohen Verteidigungshaushalt, vor allem aufgrund der angespannten Beziehungen zu Turkiye. In diesem Jahr wird das Land voraussichtlich 3 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung ausgeben – weit über dem europäischen Durchschnitt von 1,9 Prozent, so das Stockholm International Peace Research Institute.
Angesichts des russischen Krieges in Europa und der fragwürdigen Zuverlässigkeit der USA in Bezug auf die NATO hat die EU beschlossen, bis zu 650 Milliarden Euro (705 Milliarden Dollar) für zusätzliche Verteidigungsausgaben zu mobilisieren. Ein klarer Aufruf zur Einheit und Stärke in unsicheren Zeiten!
Der Weg zur europäischen Autonomie
Griechenland hat in der Vergangenheit hauptsächlich US-Waffen erworben, doch die Finanzkrise von 2008 hat einen Wandel eingeleitet. Nach Jahren der Sparmaßnahmen wurde das Verteidigungsbudget halbiert, während Turkiye seine Ausgaben erhöhte. Griechenland hat sich entschieden, nicht mehr auf Quantität zu setzen, sondern auf Qualität und sucht nach fortschrittlicheren Waffensystemen.
Die USA hielten sich zurück, um das Gleichgewicht zwischen ihren beiden östlichen Mittelmeermächten zu wahren, was Griechenland dazu brachte, sich europäischen Systemen zuzuwenden, die Turkiye nicht hatte. Dies machte Griechenland zu einem frühen Befürworter der europäischen strategischen Autonomie, die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gefördert wird.
Die Vereinbarung mit Frankreich über den Kauf von 18 Rafale-Kampfflugzeugen für 2,5 Milliarden Dollar im Jahr 2019 war nur der Anfang. Ein Jahr später wurde die Bestellung auf 24 Flugzeuge erhöht, und 2021 wurde ein strategischer Verteidigungspakt mit Frankreich unterzeichnet, der den Kauf von drei hochmodernen Belharra-Fregatten für 2,26 Milliarden Euro (2,5 Milliarden Dollar) umfasste.
Diese Fregatten sind mit französischen Waffen und Radarsystemen ausgestattet, die eine neue Dimension der Verteidigung bieten. Die ersten Fregatten werden in diesem Jahr geliefert, und die griechische Verteidigungsindustrie profitiert von den Verträgen, da 12 Prozent der Belharra-Verträge an griechische Unternehmen gehen.
Doch Griechenland wendet sich nicht von den USA ab. Im Jahr 2018 wurde ein Vertrag über 1,3 Milliarden Dollar mit Lockheed Martin zur Aufrüstung von 85 F-16-Kampfflugzeugen unterzeichnet. Zudem wurden 20 F-35-Flugzeuge bestellt, und griechische Unternehmen sollen an der Entwicklung der nächsten Generation von US-Fregatten beteiligt werden.
„Griechenland muss ein Gleichgewicht zwischen den USA und Europa in der Verteidigung finden, um seine Position zu festigen“, erklärt Konstantinos Filis, Professor für internationale Beziehungen. „Es kann nicht einseitig sein. Die EU und die USA brauchen Griechenland, weil es in einem strategisch wichtigen Gebiet liegt.“