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Tief betroffen: Prinz Andreas von Sachsen-Coburg im Alter von 82 Jahren verstorben

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha ist am 3. April 2025 in Coburg verstorben, wie BR24 berichtet. Er wurde am 21. März 1943 auf Schloss Casel in der Niederlausitz geboren und war der Erstgeborene von Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg und Gotha sowie Gräfin Victoria-Louise zu Solms-Baruth. Andreas war deutscher und britischer Staatsbürger und trat die Nachfolge seines Großvaters Carl Eduard an, der 1954 verstarb.

Die Kindheit von Andreas verbrachte er in den USA, bevor er 1965 nach Deutschland zurückkehrte, um sich auf seine zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Von 1996 bis 2002 war er Mitglied des Coburger Stadtrats. Er litt seit 14 Jahren an Parkinson und ging offen mit seiner Erkrankung um. Im November 2023 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Coburg verliehen. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) würdigte Andreas‘ Einsatz zur Wiederbelebung der Bedeutung des Hauses Coburg-Sachsen-Gotha in Europa und bezeichnete ihn als „Integrationsfigur für die Coburger Stadtgesellschaft“.

Familie und Engagement

Prinz Andreas hinterlässt seine Frau Carin, die kurz vor ihm starb, sowie drei Kinder: Stephanie, Hubertus und Alexander. Der Erbprinz Hubertus wird ihm als Chef des Herzoglichen Gesamthauses nachfolgen. Andreas war in verschiedenen Verbänden aktiv, insbesondere in den Bereichen Kunst, Kultur und Sportförderung. Er war Protektor des Deutschen Schützenbundes und Vorsitzender der Coburger Kreisgruppe der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Sein Engagement zeichnete sich auch durch Mitgliedschaften im Vorstand der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha’schen Familie sowie der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha’schen Stiftung für Kunst und Wissenschaft aus. Diese Stiftungen betreiben Forstwirtschaft und unterhalten Schlösser in Bayern, Thüringen und Österreich. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich sowie die Ehrenbürgerwürde der Stadt Gotha und Coburg.

Andreas war durch verwandtschaftliche Beziehungen eng mit dem britischen Königshaus verbunden. Er war ein direkter Nachkomme von Prinz Albert, dem späteren Gemahl von Queen Victoria, und hatte auch Verwandtschaft zum schwedischen Königshaus über Sibylla von Sachsen-Coburg und Gotha.