
In Ramstein, einer Gemeinde im Kreis Kaiserslautern, stehen die Finanzzahlen im positiven Licht. Die Stadt verzeichnet nicht nur ausgeglichene Haushalte, sondern kommt auch mit kaum Schulden aus. Eine bedeutende Rolle in der lokalen Wirtschaft spielt das Restaurant „Big Emma“, das mit 270 Plätzen monatlich etwa 8.000 Gäste anzieht. Laut Inhaber Andreas Hausmann ist das Restaurant ein Erlebnis und zieht vor allem viele Amerikaner an, die aufgrund der Präsenz des US-Militärs in der Region anreisen. Über die Hälfte der Gäste unter der Woche sind amerikanische Mitarbeiter, die in der Umgebung tätig sind.
Andreas Hausmann betreibt neben dem Restaurant „Big Emma“ zudem ein weiteres Restaurant auf dem Militärstützpunkt sowie zwei Hotels. Sein jährlicher Umsatz beläuft sich auf über 5 Millionen Euro, und Hausmann drückt seine Zufriedenheit mit der Gewerbesteuer aus, da er die positive Entwicklung der Region sieht. Bürgermeister Ralf Hechler von der CDU hebt hervor, dass Ramstein zwar finanzielle Unterstützung für die Infrastruktur vom Land erhält, diese jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit den amerikanischen Streitkräften steht. Sie tragen jedoch zur lokalen Wirtschaft bei, indem sie Versorgungsleistungen wie Strom, Gas und Wasser beanspruchen sowie in Geschäften und Restaurants einkaufen.
Wirtschaftliche Stabilität durch Gewerbesteuern
In den letzten fünf Jahren haben sich die Gewerbesteuereinnahmen in Ramstein verdreifacht, was zur finanziellen Stabilität der Gemeinde beiträgt. Unternehmen wie Amazon, eine Holzverarbeitungsfirma, eine Fruchtsaft-Fabrik und eine große Wäscherei haben sich in Ramstein niedergelassen. Von den insgesamt 8.500 Einwohnern der Gemeinde sind 6.000 berufstätig, was als Vollbeschäftigung gilt. Zudem gibt es in Ramstein keine Probleme mit der Grundsteuerreform, und die Gemeinde ist nahezu schuldenfrei.
Bürgermeister Hechler betont die Bedeutung einer soliden Haushaltsführung und der Notwendigkeit, nur das auszugeben, was vorhanden ist, während er gleichzeitig auf nachhaltige Investitionen achtet. In einem breiteren Kontext meldete das Statistische Bundesamt ein Rekorddefizit von 25 Milliarden Euro für deutsche Kommunen im Jahr 2024, während Rheinland-Pfalz ein Defizit von 226 Millionen Euro aufweist. Im Gegensatz dazu sieht sich die Nachbarstadt Landstuhl, trotz der amerikanischen Präsenz, auch finanziellen Herausforderungen gegenüber.
Die Bemühungen Ramsteins zur Unterstützung seiner Gewerbetreibenden, die von Hausmann positiv hervorgehoben werden, zeigen die anhaltende Dynamik der lokalen Wirtschaft, von der nicht nur die Gemeinde, sondern auch die ansässigen Unternehmen profitieren.
Weitere Informationen zu den finanziellen Herausforderungen und der wirtschaftlichen Situation in anderen Kommunen in Deutschland finden sich in einem Bericht des Bundestags, der die Situation detailliert beleuchtet, wie auf bundestag.de nachzulesen ist.