
Am Dienstag, dem 4. April 2025, kam es im Landkreis Oldenburg zu einem Erdbeben mit einer Stärke von 3,2 auf der Richterskala. Bürgermeister Christoph Reents von Wardenburg äußerte sich gelassen zu dem Vorfall und berichtete von wackelnden Gläsern in den Haushalten sowie von verängstigten Bürgern, die während des Bebens aus ihren Häusern rannten. Er betonte, dass es keine nennenswerten Risse oder größere Unsicherheiten gab, die die Situation gefährden könnten.
Das Erdbeben dauerte rund zehn Sekunden und war für einen Anwohner im gesamten Körper spürbar. Laut dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) handelte es sich um das stärkste Beben in der Region zwischen Oldenburg und Cloppenburg, dessen Epizentrum in Wardenburg lag und bis zu 15 Kilometer entfernt spürbar war. Experten analysieren, dass das Beben durch Erdgasförderung von ExxonMobil verursacht wurde, wobei Spannungen im tiefen Untergrund zu den spürbaren Erschütterungen führen können.
Details und Auswirkungen des Erdbebens
Im Zuge des Erdbebens registrierte die Polizei in Wildeshausen zahlreiche Anrufe besorgter Bürger und es wurden einige leichte Schäden, wie Risse in Häuserwänden und Schornsteinen, gemeldet. Das LBEG bittet die Anwohner, einen Fragebogen auszufüllen, um das Epizentrum und die Auswirkungen besser bestimmen zu können. Historisch gesehen ereigneten sich in Niedersachsen bereits mehrere Erdbeben in der Nähe von Erdgasfeldern; das stärkste jemals gemessene Beben in Niedersachsen trat 2004 in Rotenburg (Wümme) mit einer Stärke von 4,5 auf. Menschen können Beben ab einer Stärke von 2,0 wahrnehmen.
Wie die Welt berichtete, wurde das Beben um 13:33 Uhr registriert und die Erdbebenexperten halten eine unnatürliche Ursache, vermutlich Erdgasförderung, für wahrscheinlich. Das Beben war im Umkreis von 15 Kilometern zu spüren, und die genaue Ursache wird derzeit durch detaillierte Untersuchungen analysiert. Vor einem Jahr ereignete sich ein ähnliches Beben in der Region bei Syke im Landkreis Diepholz mit einer Magnitude von 3,6.