AalenTechnologie

Revolution in der Augenheilkunde: Adaptive Optik entblößt das Unsichtbare!

Die adaptive Optik (AO) hat in der Augenheilkunde an Bedeutung gewonnen und wird eingesetzt, um die Retina auf zellulärer Ebene zu visualisieren. Diese Technologie nutzt schnell anpassbare Spiegel, um Verzerrungen in Echtzeit zu korrigieren und ermöglicht so klare Bilder, wie Schwäbische.de berichtete. Adaptive Optik findet Anwendung in verschiedenen Bereichen, unter anderem in der Astronomie, Medizin, Augenheilkunde, Laserkommunikation sowie in der Materialbearbeitung und optischen Messverfahren.

Ein wichtiger Bestandteil der Forschung in diesem Bereich ist Dr. Christina Schwarz, die an der Hochschule Aalen im Bereich Augenoptik und Optometrie sowie am Zentrum für Optische Technologien (ZOT) tätig sein wird. Sie studierte Physik an der Universität Heidelberg und absolvierte ein Masterstudium in Biomedizinischer Optik. Ihre Begeisterung für die adaptive Optik entwickelte sich während einer Vorlesung zu diesem Thema. Sie promovierte in Spanien und arbeitete danach als Postdoktorandin in den USA an der Entwicklung eines Ophthalmoskops zur Zweiphotonenbildgebung.

Forschung und Lehre

Zurück in Deutschland, baute Dr. Schwarz eine eigene Forschungsgruppe an der Universität Tübingen auf, die sich auf ein hochauflösendes retinales Bildgebungssystem konzentrierte. An der Hochschule Aalen ist es ihr wichtig, Studierende für Optik zu begeistern und Theorie mit Praxis zu verbinden. Im ersten Semester wird sie Vorlesungen zu Brillentechnologie, Statistik und Wellenoptik halten.

Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der adaptiven Optik in der Optometrie sowie auf neuen Instrumenten zur Linsensimulation. Darüber hinaus wird die Arbeitsgruppe „Modern Optometry“ im ZOT an der Entwicklung eines Ophthalmoskops arbeiten, das frühere Diagnosen von Augenkrankheiten ermöglichen soll.

Technisch gesehen wurde die adaptive Optik ursprünglich in der Astronomie entwickelt, um Wellenfrontfehler durch atmosphärische Turbulenzen zu korrigieren, und ihre erste klinische Anwendung in der Augenheilkunde wurde 1997 berichtet. AO hat sich als vielversprechend erwiesen, da sie die Auflösung bestehender Bildgebungsmodalitäten verbessern kann, indem sie optische Aberrationen korrigiert, wie pmc.ncbi.nlm.nih.gov erklärte.

Diese Technologie kombiniert verschiedene Bildgebungstechniken und ermöglicht es, individuelle retinalen Zellen zu visualisieren. Trotz ihres Potenzials gibt es jedoch Einschränkungen, wie hohe Betriebskosten und die Komplexität der Systeme, die eine breite Anwendung im klinischen Alltag verhindern.