
Die Konjunktur der Südwestindustrie zeigt sowohl im Jahr 2024 als auch in den ersten Monaten des Jahres 2025 eine besorgniserregende negative Entwicklung. Im Jahr 2024 verzeichnete die Branche bereits einen massiven Rückgang. Ein aktueller Bericht von Statistik BW informiert, dass die Auftragseingänge, die Produktion sowie der Umsatz deutlich im Minus lagen. Die Ursachen für diese negative Entwicklung sind sowohl konjunkturelle Faktoren als auch strukturelle Probleme in einigen Branchen.
Im Februar 2025 blieben die konjunkturellen Indikatoren im Verarbeitenden Gewerbe schwach, mit nur wenigen positiven Impulsen. Insbesondere der Maschinenbau und die Herstellung von Metallerzeugnissen verzeichneten einen anhaltenden Rückgang. Dennoch gibt es positive Entwicklungen in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen und Kraftfahrzeugen. Die derzeitige Zollpolitik der USA sorgt zusätzlich für Unsicherheit in der konjunkturellen Entwicklung.
Aktuelle Statistiken zur Industrieentwicklung
Die Industriebeschäftigung lag im Februar 2025 leicht unter dem Vorjahresniveau, wobei etwa 1,160 Millionen Personen beschäftigt waren, was einem Rückgang von 19.300 Personen oder 1,6 % entspricht. Im Vergleich zum Vormonat Januar fiel die Zahl der Beschäftigten um 800 Personen (−0,1 %). Die Auftragseingänge stiegen im Februar 2025 im Vergleich zum Februar 2024 preis- und arbeitstäglich bereinigt um 1,1 %, was jedoch ausschließlich auf das Auslandsgeschäft (+2,8 %) zurückzuführen ist. Das Inlandsgeschäft verzeichnete hingegen einen Rückgang von 1,4 %.
Die Produktion im Februar 2025 war im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig und sank um 1,8 %. Betrachtet man die Umsätze, so gab es im Februar 2025 einen realen Rückgang um 2,2 % im Vergleich zum Februar 2024, wobei der negative Einfluss stärker vom Inlandsgeschäft (−2,8 %) ausging als vom Auslandsgeschäft (−1,0 %).
In einer umfangreichen Analyse des Stuttgart Journal wird erklärt, dass die Südwestindustrie bereits in den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 ein katastrophales Ergebnis erzielte. Der Umsatz sank um 6,8 %, die Produktion verringerte sich um 8,4 %, und die Aufträge fielen um 11,4 %. Dabei fiel der Rückgang in den Aufträgen sowohl im Auslandsgeschäft (−12,2 %) als auch im Inlandsgeschäft (−9,6 %). Zudem wurde die Produktion im Mai 2024 um 8,4 % im Vergleich zum Vorjahresniveau verzeichnet.