BiberachMünchen

Liebherr überrascht mit dem größten Messestand der Bauma in München!

Die Liebherr-Gruppe zeigt sich auf der wichtigsten Messe für Baumaschinen, der Bauma in München, von ihrer besten Seite. Über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten wurde der größte Stand der Messe errichtet, der sich über rund 15.000 Quadratmeter erstreckt. Dies berichtet die Schwäbische Zeitung.

Auf dem Stand werden 13 Geräte aus dem Ehinger Werk ausgestellt, während vier weitere in einer in der Nähe befindlichen Kiesgrube getestet werden können. Tobias Ilg, Head of Marketing and Communication im Ehinger Werk, bestätigte, dass Kunden die Möglichkeit haben, die Krane in diesem Umfeld zu erproben. Ab dem 1. April wird zudem der Vertrieb und Service der MK-Krane vom Liebherr-Werk Biberach nach Ehingen verlagert, wobei die MK-Krane aus einem Unterwagen aus Ehingen und einem Aufbau aus Biberach bestehen.

Umsatz und Marktbedingungen

Das Liebherr-Werk Ehingen hat im Jahr 2024 erstmals einen Umsatz von über drei Milliarden Euro erreicht. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2000 Geräte aus diesem Werk ausgeliefert. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen lassen die aktuellen Marktentwicklungen, besonders in Deutschland und Europa, Anlass zur Sorge. Liebherr hofft, dass die Bauma ein positives Signal aussendet, insbesondere im Hinblick auf das 500-Milliarden-Paket der Bundesregierung, welches Infrastrukturmaßnahmen und Klimaschutz unterstützen soll.

Das Unternehmen plant, mehrere Neuheiten vorzustellen, darunter neue LICCON3-Geräte und alternativen betriebenen Krane. Liebherr beabsichtigt, sich durch technologische Innovationen von günstigen Wettbewerbern, insbesondere aus China, abzuheben. Diese Produkte sind oftmals aufgrund staatlicher Subventionen und Überproduktion preisgünstiger.

Außerdem werden rund 300 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen vom 7. bis 13. April in München sein, um die Kunden fachkundig zu beraten. Derzeit sind im Ehinger Werk rund 5000 Mitarbeiter beschäftigt, und Kurzarbeit wird momentan nicht in Betracht gezogen, da die Zeitkonten gut gefüllt sind. Liebherr beobachtet zudem die Aufrüstungsthemen in Europa und hofft auf eine Zunahme von Aufträgen innerhalb der NATO.

Zusätzlich sind Verhandlungen mit der Stadt bezüglich des Grundstücks für den Bau einer neuen Fabrik im Industriegebiet Berg im Gange. Der Neubau wird aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr so dringlich verfolgt.