
Am Freitag, dem 31. Januar 2025, kam es gegen 12:30 Uhr in der Schaffhauser Straße in Tiengen zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 59-jähriger Autofahrer mutmaßlich aufgrund von Müdigkeit in den Gegenverkehr geriet. Der Fahrer streifte zunächst eine 68-jährige Autofahrerin, die in die entgegengesetzte Richtung fuhr.
Eine 41-jährige Autofahrerin, die hinter der 68-Jährigen fuhr, versuchte auszuweichen, um eine Frontalkollision zu vermeiden. Sie kam jedoch ebenfalls in Kontakt mit dem Fahrzeug des 59-Jährigen und es kam zu einem weiteren Streifvorgang. Nach dem Vorfall blieb der Pkw des 59-Jährigen nach mehreren Metern stehen. Glücklicherweise wurden nach jetzigem Stand keine Personen verletzt. Alle beteiligten Fahrzeuge waren allerdings nicht mehr fahrbereit und mussten geborgen werden, was zu einem signifikanten Sachschaden führte.
Risiken durch Müdigkeit am Steuer
Die Vorkommnisse in Tiengen werfen ein Schlaglicht auf ein ernstzunehmendes Problem, das viele Fahrer betrifft. Laut einer Untersuchung des ÖAMTC sind Ermüdung und Übermüdung am Steuer häufige Ursachen für Unfälle. Besondere Vorsicht ist geboten, da über 268 Unfälle mit Personenschaden in Österreich im Vorjahr auf Müdigkeit zurückzuführen waren, darunter sieben tödliche Unfälle. Die Dunkelziffer könnte sogar höher sein.
Müdigkeitserscheinungen, wie Gähnen, Augenreiben oder eine Verschlechterung der Laune, sollten nicht ignoriert werden. Der ÖAMTC empfiehlt, regelmäßige Pausen einzuplanen und darauf zu achten, dass Fahrer körperlich und geistig in der Lage sind, das Fahrzeug zu steuern. Ratgeber zur Vermeidung von Müdigkeit schlage vor, Routen so zu planen, dass alle 200 km oder alle zwei Stunden eine Pause eingelegt wird. Auch der optimale Schlaf vor langen Fahrten sowie die richtige Ernährung können dazu beitragen, das Risiko zu mindern.