
Die Deutsche Bahn sieht sich in Baden-Württemberg mit hohen Kosten konfrontiert, die durch die Überwachung eines stillgelegten Stellwerks in Calw verursacht werden. Nach Angaben von Merkur zahlt die Bahn täglich rund 1.000 Euro an eine Sicherheitsfirma, um das Stellwerk 2 rund um die Uhr bewachen zu lassen. Der Grund für die dauerhafte Überwachung ist die Einsturzgefährdung des Bauwerks, das seit 1989 außer Betrieb und denkmalgeschützt ist. Ein Einwohner von Calw hatte wiederholt ein Fahrzeug der Sicherheitsfirma bemerkt und sich neugierig an einen der Mitarbeiter gewandt.
Das 1880 errichtete Stellwerk könnte Teile auf die Gleise fallen lassen, weshalb die Bahn plant, den oberen Abschnitt des Stellwerks auf einen nahegelegenen Parkplatz zu versetzen, um ihn museal zu erhalten. Die Gesamtkosten für die Überwachungsmaßnahmen belaufen sich damit auf etwa 30.000 Euro, während die Deutsche Bahn im Jahr 2024 einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro verzeichnete.
Herausforderungen bei der Pünktlichkeit im Fernverkehr
Um die Pünktlichkeit zu verbessern, sind dringend Investitionen in die Infrastruktur erforderlich. Ab 2024 sind Generalsanierungen der wichtigsten Schienenkorridore geplant, um das Netzwerk bis 2030 zu stabilisieren. Während Fahrgäste und Verbände Investitionen in Fern- und Zulaufstrecken fordern, kritisiert ProBahn die Konzentration auf Hauptkorridore und fordert mehr Aufmerksamkeit für das Gesamtnetz. Der Mangel an Personal im Bereich der Streckeninstandhaltung sowie die derzeitige Anzahl an Langsamfahrstrecken erschweren den Betrieb zudem erheblich.