
In Königsbach-Stein kam es am Samstagnachmittag zu einem schweren Unfall, bei dem ein 57-jähriger Radfahrer stürzte. Der Vorfall ereignete sich gegen 13.40 Uhr auf der Wagnerstraße in Richtung Ortsmitte. Der Radfahrer fuhr allein und geriet bei der Ausfahrt aus dem Kreisel an der Straße „Am Königsbacher Berg“ zu Fall. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Sachschaden am Fahrrad beläuft sich auf etwa 200 Euro, wie die Badische Neueste Nachrichten berichteten.
Unfälle von Radfahrern, die ohne Unfallgegner geschehen, nehmen besorgniserregend zu. Laut einer Untersuchung des GDV gab es im Jahr 2023 insgesamt 27.400 solcher Radunfälle, wobei rund 6.400 Personen schwer verletzt und 147 getötet wurden. Die Statistiken zeigen, dass Kollisionen zwischen Radfahrern und Pkw ebenfalls zu schweren Verletzungen und Todesfällen führen: 5.112 Schwerverletzte und 178 Getötete wurden hierbei verzeichnet.
Wachsende Risiken für Radfahrer
Die Analyse zeigt, dass Rad-Alleinunfälle sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt haben. Besonders betroffen sind ältere Radfahrer, da jeder fünfte allein Verunfallte über 66 Jahre alt ist. Diese Gruppe reagiert langsamer und ist verletzlicher. Die mangelhafte Infrastruktur wird als Hauptursache für jeden dritten Alleinunfall identifiziert. Gefährliche Elemente wie Bordsteinkanten und Straßenbahnschienen stellen ein hohes Risiko für Radfahrer dar.
Die Mehrheit der Stürze ereignet sich zwischen Dezember und Februar, wobei Wetterbedingungen wie Nässe, Eis, Schnee und Laub das Unfallrisiko erheblich erhöhen. Interessanterweise geben fast zwei Drittel der Radfahrenden an, dass ihre Fahrweise zum Unfall beigetragen hat, und etwa jeder dritte allein Verunfallte fuhr zu schnell. Zur Vorbeugung von Unfällen wird empfohlen, die kommunalen Radwege instand zu halten und von Laub sowie Schnee zu befreien.