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Letzte Hoffnung Schweiz: Junge Schauspielerinnen halten Erinnerungen lebendig

Am 19. März 2025 feiert das Junge Ensemble der Waldbühne Sigmaringendorf die Premiere seines Winterstücks mit dem Titel „Letzte Hoffnung Schweiz“ in der Donau-Lauchert-Halle. Unter der Regie von Nadja Kiesewetter präsentieren die jungen Schauspieler*innen ein Stück, das sich mit der Migrationsbewegung deutscher Frauen in der Nachkriegszeit beschäftigt.

Inspiriert von Toni Badouin aus dem Theaterverein, beleuchtet das Stück die Herausforderungen und Hoffnungen junger Frauen, die in die Schweiz aufbrachen, um bessere Lebensbedingungen zu finden. Um authentische Einblicke zu gewähren, begleitete die Jugendgruppe ihre Recherche mit Interviews und Fachliteratur sowie Videoaufnahmen von Zeitzeuginnen, die während der Aufführung eingeblendet werden.

Details zur Aufführung

Das Stück thematisiert die Entscheidung vieler Frauen, Deutschland zu verlassen, oftmals motiviert durch fehlende Perspektiven in ihrer Heimat. Diese Frauen suchten in der Schweiz nach Ausbildung und wirtschaftlicher Verbesserung. Dabei stießen sie auf gesundheitliche Kontrollen an der Grenze und auf teils negative Vorurteile über deutsche Arbeitsmigrantinnen. Während einige dem Wohlstand näherkamen, mussten andere lernen, hart zu arbeiten, und viele wünschten sich, sie wären geblieben.

Die Premiere findet in einer Atmosphäre statt, die durch das Zusammenspiel von minimalen, aber gezielt eingesetzten Requisiten und eindrucksvoller Klaviermusik zwischen den Szenen bereichert wird. Das Schauspiel der jungen Akteure wird als beeindruckend beschrieben, was bei den Premierenbesuchern auf große Begeisterung stößt. Aufgrund positiver Rückmeldungen wurden zusätzliche Sitzplätze bereitgestellt, und Tickets sind sowohl online als auch an der Abendkasse erhältlich.

Die weiteren Aufführungstermine sind für den 21., 22., 23., 28. und 29. März 2025 jeweils um 19 Uhr angesetzt. Theaterpädagogin Nadja Kiesewetter steht den jungen Schauspieler*innen während des gesamten Prozesses unterstützend zur Seite, insbesondere beim Rollenwechsel.

Das Winterstück thematisiert nicht nur die Hoffnungen und Träume der Frauen, sondern bietet auch einen kritischen Blick auf die Realität, mit der sie konfrontiert waren. Wie die Waldbühne feststellt, zeigt das Stück Auswirkungen von Migration auf das Leben dieser Frauen, wobei jede ihrer Geschichten einzigartig ist und sowohl Erfolge als auch Rückschläge umfasst.