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In den kommenden Tagen wird es in mehreren Bundesländern zu erheblichen Einschränkungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kommen. Am Freitag, den 21. Februar, haben die Beschäftigten in sechs Bundesländern zum Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte nach einem Abbruch der Tarifverhandlungen diese Maßnahmen an. Betroffene Bundesländer sind Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Auch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sind Streiks im Nahverkehr geplant.
In Bayern hingegen bleibt der Nahverkehr von den Streikaktionen unberührt, da Verdi hier gegenwärtig keine Verhandlungen mit den Nahverkehrsunternehmen führt. Der bayerische Tarifvertrag für den Nahverkehr ist derzeit nicht gekündigt, weshalb die Friedenspflicht gilt. Demnach sind Streiks bei der Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG), der Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) sowie anderen bayerischen Verkehrsunternehmen ausgeschlossen, solange der Tarifvertrag gültig ist. Allerdings könnten andere Bereiche des öffentlichen Dienstes in Bayern betroffen sein, etwa Stadtwerke, Müllabfuhr und KiTas. Bereits am Donnerstag, den 20. Februar, legten Stadtwerke und die Müllabfuhr in zahlreichen Städten in Bayern die Arbeit nieder.
Forderungen und Verhandlungen
Verdi fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 8 % oder mindestens 350 Euro mehr Gehalt, drei zusätzliche freie Tage sowie Verbesserungen bei belastenden Tätigkeiten. Die Arbeitgeber haben bislang jedoch keine Zugeständnisse gemacht, was eine Überlastung der Kommunen zur Folge haben könnte. Ein weiterer Verhandlungstermin ist für den 13. und 14. März angesetzt, während die Gespräche bis dahin auf Eis liegen.
Laut einem Bericht von tagesschau.de plant Verdi auch in Zukunft weitere Streiks im Tarifstreit für den Öffentlichen Personennahverkehr. Sechs Bundesländer, darunter auch Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werden betroffen sein. Rund 5.500 Beschäftigte in diesen Regionen sind an den Streiks beteiligt. Die Arbeitgeberseite hat ein Angebot zur Lohnerhöhung von 3 % ab dem 1. April 2025 unterbreitet, jedoch ohne eine Verbesserung in der ersten Verhandlungsrunde.