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Ulm: Handwerk boomt! Zuwachs bei Betrieben und neue Sorgen kommen auf

Im Jahr 2024 zeigt das Handwerk in der Region Ulm erfreuliche Entwicklungen, wie eine aktuelle Analyse der Handwerkskammer Ulm berichtet. Der Anstieg der Betriebsgründungen übersteigt die Anzahl der Schließungen, was zu einem Zuwachs von 210 Mitgliedsbetrieben auf insgesamt 20.670 führt. Dies entspricht einem Wachstum von 1% im Vergleich zum vorangegangenen Jahr.

Vor einem Jahrzehnt waren in der Region gerade einmal 18.380 Handwerksbetriebe verzeichnet. Ein wesentlicher Faktor für den aktuellen Anstieg ist die Zunahme im Bereich der zulassungsfreien Handwerke, also in Gewerken ohne Meisterpflicht. Gleichzeitig wird jedoch ein Rückgang bei zulassungspflichtigen Handwerken sowie handwerksähnlichen Gewerben festgestellt, was Sorgen bei den Verantwortlichen aufwirft.

Rückgang im zulassungspflichtigen Handwerk

Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, äußert Bedenken hinsichtlich des Rückgangs in zulassungspflichtigen Handwerksberufen. Insbesondere die Schwierigkeiten bei der Nachfolge älterer Betriebe stellen eine Herausforderung dar. Während im zulassungsfreien Bereich, wie bei Gebäudereinigern, Kosmetikern und Fotografen, Zuwächse von 12%, 6,5% und 9% verzeichnet werden, sieht es im zulassungspflichtigen Handwerk weniger rosig aus. Hier erhöhen sich nur Berufsgruppen wie Elektrotechniker (+3%) und Friseure (+1%), während einige meisterpflichtige Gewerke einen deutlichen Rückgang hinnehmen müssen.

Beispielsweise verzeichnen Raumausstatter einen Rückgang von 14 Betrieben (minus 4%) und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger sogar 44 Betriebe (minus 7%). Dies führt zu einem gemischten Bild, was die Entwicklung der Handwerksbetriebe in den verschiedenen Landkreisen angeht.

Entwicklung in den Landkreisen

Die Entwicklung der Handwerksbetriebe zeigt folgende Zahlen in den Landkreisen: Im Ostalbkreis sind 4.304 Betriebe registriert, mit einem minimalen Anstieg von 2. Im Heidenheim verzeichnet man einen Rückgang um 8 auf 1.627 Betriebe. Der Alb-Donau-Kreis verzeichnet mit 2.939 Betrieben einen Zuwachs von 16, während im Stadtkreis Ulm ebenfalls 16 Betriebe hinzukommen, was zu insgesamt 1.491 führt. Biberach hingegen verzeichnet den höchsten Zuwachs mit 32 neuen Betrieben, was zu 2.871 führt. In Ravensburg gibt es 4.517 Betriebe (+71), während der Bodenseekreis mit 2.921 Betrieben um 81 wächst.

Um einen Überblick über die Handwerksbetriebe pro 1.000 Einwohner zu erhalten, zeigen sich folgende Zahlen: Im Ostalbkreis und Bodenseekreis sind dies jeweils 13, während Biberach und Alb-Donau-Kreis mit 14 pro 1.000 Einwohner ebenfalls stark abschneiden. Heidenheim weist mit 12 Betrieben eine geringere Dichte auf, während im Stadtkreis Ulm 11 Betriebe pro 1.000 Einwohner verzeichnet werden. Ravensburg hat mit 15 die höchste Anzahl. Weitere Details zur Mitgliedschaft und den aktuellen Entwicklungen sind auf der Webseite der Handwerkskammer Ulm verfügbar, wie auf hwk-ulm.de hervorgehoben.

Die positive Tendenz im Handwerk ist grundsätzlich ermutigend, doch die Herausforderungen im zulassungspflichtigen Bereich sollten nicht unterschätzt werden, um die Entwicklung langfristig abzusichern. Diese Erkenntnisse stammen aus einem Bericht von schwaebische.de.