
Die US-Staatsanwaltschaft hat neue Vorwürfe gegen den US-Rapper Sean «Diddy» Combs erhoben, der zwischen 2021 und 2024 Menschen zum Sexhandel gezwungen haben soll. Dabei bezogen sich die bisherigen Anklagen auf die Jahre 2009 bis 2018. Combs wird beschuldigt, Personen aus dem Ausland und über verschiedene US-Bundesstaaten hinweg zur Prostitution zu rekrutieren. Die neuen Vorwürfe könnten zu einer längeren Haftstrafe führen, wie [zvw.de](https://www.zvw.de/mehr-nachrichten/kultur-unterhaltung/weitere-vorw%C3%BCrfe-gegen-sean-combs-wegen-sexhandel_arid-941434) berichtet.
Der Rapper sitzt seit Mitte September in Untersuchungshaft. Ihm werden neben Sexhandel auch organisierte Kriminalität und andere Vergehen vorgeworfen. Der Prozessbeginn ist für Mai angesetzt. Zudem gibt es mehrere Zivilklagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen Combs, darunter eine Klage von einer Anwaltskanzlei in Houston, die 120 Personen vertritt, die gegen den Musiker Vorwürfe erhoben haben. Sean Combs, bekannt für Hits wie «I’ll Be Missing You» und «Bad Boy For Life», hat im Laufe seiner Karriere auch die Pseudonyme «Puff Daddy», «P. Diddy» und «Diddy» verwendet.
Details zur Festnahme und Anklage
Combs wurde am Montag in New York festgenommen, und es wurden Anklagen wegen verschwörerischer Erpressung und Sexhandel erhoben. Trotz eines Kautionsangebots von 50 Millionen Dollar und der Möglichkeit von Hausarrest bleibt Combs in Haft, da die Staatsanwaltschaft ihn als gefährlich einstuft. Er habe in der Vergangenheit Zeuginnen eingeschüchtert und die Justiz behindert, wie [tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/sean-diddy-haft-100.html) berichtet.
Die Anklageschrift umfasst rund 20 Seiten und beschreibt Combs als Kopf einer hochkriminellen Organisation, in der körperliche Gewalt gegen Frauen und Zwang zu Sexorgien an der Tagesordnung standen. Zudem soll er Einschüchterungen gegen Mitarbeiter in Kauf genommen haben. Staatsanwalt Damian Williams äußerte, dass Combs Frauen und andere Personen über Jahre hinweg missbraucht und ausgebeutet habe. Es wird berichtet, dass er Sexorgien, die er „Freak-offs“ nannte, geplant und kontrolliert haben soll, wobei diese oft gefilmt wurden.