Waldshut

Prozess gegen AfD-Politikerin: Drohung mit Schreckschusswaffe!

Am Amtsgericht Waldshut-Tiengen muss sich die 41-jährige AfD-Kreisrätin Andrea Zürcher wegen des Vorwurfs der Freiheitsberaubung verantworten. Der Prozess hat am 2. April begonnen, wobei Zürcher beschuldigt wird, einen 20-jährigen Mann mit einer Schreckschusswaffe bedroht und ihn in ihrer Wohnung festgehalten zu haben. Dieser Vorfall, der im November des vorvergangenen Jahres stattfand, ist laut Anklage im Kontext eines Angriffs auf ihren Sohn geschehen.

Der Mann, der ein Freund von Zürchers Sohn ist, wurde nach einem Übergriff auf diesen in die Wohnung der Politikerin gezogen, um dort mit Zürcher über den Vorfall zu sprechen. An diesem Abend war es zu einer Eskalation gekommen, als mehrere Personen vor einer Spielhalle auf ihren Sohn losgegangen waren. Der Geschädigte erklärte während des Prozesses, dass er nach dem Vorfall versuchte, klarzustellen, dass er mit dem Angriff nichts zu tun hatte. Laut Anklage soll Zürcher ihn daraufhin bedroht und über einen Zeitraum von fast einer Stunde ohne rechtfertigenden Grund in ihrer Wohnung festgehalten haben, während sie ihn aufforderte, die Namen der Angreifer zu nennen.

Details zu den Vorwürfen

Die Staatsanwaltschaft wirft Andrea Zürcher vor, den Geschädigten sowohl körperlich als auch emotional eingeschüchtert zu haben. Dabei kam eine Schreckschusswaffe zum Einsatz, die die Situation zusätzlich verschärfte. Während des Prozesses äußerte sich der Jugendliche über die Ängste, die er während des Vorfalls verspürte. Andrea Zürcher ist nicht nur Kreisvorsitzende der AfD in Waldshut, sondern war auch zuletzt als Bundestagskandidatin aktiv und sorgte in der Vergangenheit für Aufsehen, unter anderem, als sie im Wahlkampf einen Flyer ihres Gegners verbrennen ließ und dies in einem TikTok-Clip veröffentlichte. Sie hat zudem Kritik an Medien geübt, die sie nicht als neutral empfindet.