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Zerstörte Erinnerungen: Bayreuths letzte Tage im Zweiten Weltkrieg

Am 4. April 2025 wird in Bayreuth an die Luftangriffe erinnert, die die Stadt während des Zweiten Weltkriegs erlitten hat. Vom 5. bis 14. April 1945 wurden in dieser Zeit mehrere Angriffe von alliierten Bomberverbänden durchgeführt, während die deutsche Wehrmacht sich auf die bedingungslose Kapitulation vorbereitete.

Besonders schwer betroffen waren diverse Stadtteile wie der Wilhelmsplatz, der Güterbahnhof sowie die Altstadt und die Umgebung des Hofgartens. Laut einem Bericht von Kurier brannten viele Gebäude nieder und die Zerstörungen wurden in Echtzeit dokumentiert, begleitet von historischen Bildern und Zeitzeugenaussagen.

Zahlreiche Angriffe und immense Zerstörungen

Die Luftangriffe auf Bayreuth wurden in vier Wellen durchgeführt: am 5., 8., 10. und 11. April 1945. Insgesamt beteiligten sich 205 Bombenflugzeuge, darunter 196 schwere Langstreckenbomber, und warfen mehr als 577 Tonnen Bomben auf die Stadt ab. Wie Wikipedia berichtet, wurden 36,8 % des Wohnraums, zahlreiche öffentliche Gebäude sowie 32 % der Industrie- und Gewerbeanlagen zerstört.

Die Zahl der Todesopfer und Verwundeten stieg während der Angriffe erheblich. Die ersten beiden Angriffe forderten 88 Tote und viele Verletzte, während am 11. April 340,3 Tonnen Sprengbomben abgeworfen wurden, was zu einer katastrophalen Situation in der Stadt führte. Laut einer Schätzung von 1955 waren insgesamt 1799 Wohnungen total zerstört und 802 mittelstark beschädigt. Die Zerstörungen in Bayreuth zählen zu den schwersten in Bayern während des Krieges.

Am 14. April 1945 wurde die Stadt ohne Widerstand von US-Truppen besetzt, nachdem sie zuvor Landungsschiffe und Artilleriebeschuss erlitten hatte. Die enormen humanitären und materiellen Schäden an der Stadt führten zu einer drastischen Veränderung der Bevölkerungszahl, die aufgrund der Flüchtlingswelle von 45.000 im Jahr 1939 auf über 58.000 im August 1945 anstieg. Heute erinnern Gedenktafeln und Denkmäler an die Opfer dieser schweren Luftangriffe.