Cham

Streik an Sana Kliniken: Beschäftigte kämpfen für bessere Löhne!

Die Beschäftigten der Sana Kliniken des Landkreises Cham führen seit Dienstag einen Warnstreik durch, der bis Freitag andauern soll. Dieser Streik verfolgt das Ziel, bessere Bezahlungen im Rahmen des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes (TVöD) zu fordern. Am ersten Streiktag versammelten sich etwa 250 Streikende in einer Demonstration in der Chamer Innenstadt, wie idowa.de berichtete.

Am Mittwoch trafen sich die Streikenden im Hotel am Regenbogen, während sie am Donnerstag an Informationsständen über die Hintergründe des Streiks aufklärten. Die Gewerkschaft Verdi betont, dass der Streik auch die Zukunft der Patientenversorgung im Landkreis betrifft. Hintergrund des Streiks ist, dass die Arbeitgeberseite ein Ultimatum von einem Monat der Beschäftigten ungenutzt verstreichen ließ. Zudem wurde in der dritten Verhandlungsrunde im März ein für die Gewerkschaft unzureichendes Angebot unterbreitet.

Forderungen der Tarifkommission

Die Belegschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 13,5%, mindestens jedoch 500 Euro, sowie eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro und mindestens 10 Tage Zusatzurlaub für Wechselschicht-Arbeitende. Diese Forderungen wurden bei einer Mitgliederversammlung im August 2023 von Verdi bestätigt. Der Lohnabstand zum TVöD ist in den letzten Jahren gewachsen, speziell nach den Tarifbewegungen 2023. Auch die steigenden Lebenshaltungskosten seit 2022 machen einen Handlungsbedarf bei den Tariferhöhungen nötig, berichtete gesundheit-soziales-bildung-bayern.verdi.de.

Bislang fanden drei Verhandlungsrunden statt, allerdings ohne zufriedenstellendes Ergebnis für die Beschäftigten. Während in der ersten Runde die Arbeitgeberseite die wirtschaftliche Situation der Kliniken negativ darstellte, wurde in der zweiten Runde ein als beleidigend empfundener Vorschlag von 3% Lohnerhöhung ab Juli 2025 unterbreitet. In der dritten Verhandlungsrunde präsentierte der Verband der privaten Krankenanstalten Bayern (VPKA) ein Angebot, das ebenfalls abgelehnt wurde. Bereits am 8. Mai 2023 hatte ein erster Streik in der Geschichte der Kliniken stattgefunden, an dem mehr als 300 Beschäftigte teilnahmen, was mehr als der Hälfte der Belegschaft entspricht. Der aktuelle Streik soll ein klares Signal an die Arbeitgeberseite senden, dass die Beschäftigten ernsthafte Forderungen haben.