Ingolstadt

Audi kehrt zur traditionellen Sprache zurück – Genderzeichen abgeschafft!

Audi hat die Verwendung von Gender-Sprache in seinen Kommunikationsrichtlinien nach fast vier Jahren wieder beendet. Das Unternehmen verabschiedete sich von der Gender-Schreibweise mit Unterstrich und führt stattdessen klare neutrale Begriffe wie „Beschäftigte“ und „Team Audi“ ein, wie Merkur berichtet. Der bisher gültige 13-seitige Leitfaden zur gendersensiblen Sprache, der 2021 eingeführt wurde, wird nicht mehr angewendet.

In der Praxis wurden Begriffe wie „Mitarbeiter_innen“ und „Audianer_innen“ verwendet, wobei eine ausschließlich männliche oder weibliche Anrede nur in homogenen Gruppen gestattet war. Doch die Anwendung dieser Gender-Sprache stieß auf praktische Schwierigkeiten, insbesondere bei Medienberichten und Übersetzungsprogrammen. Aufgrund dieser Herausforderungen hat Audi nun entschieden, zur traditionellen Schreibweise zurückzukehren, ohne dabei die Förderung von Gleichstellung und Inklusion aus den Augen zu verlieren.

Hintergründe der Entscheidung

Laut Stuttgarter Nachrichten zeigen Erfahrungen, dass Genderzeichen Barrieren verursachen können, was die Kommunikation erschwert. Audi hebt hervor, dass geschlechtersensible Sprache auch ohne Sonderzeichen möglich ist und wird dementsprechend ihre Begrifflichkeiten anpassen. Die Herausforderung der Gender-Sprache wurde auch vor Gericht aufgegriffen, als ein Manager der Muttergesellschaft VW auf Unterlassung klagte. Diese Klage scheiterte jedoch vor dem Oberlandesgericht München.

Zusätzlich wurde angemerkt, dass der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) einen Rückgang der Anfragen zu Diversity-Themen registriert hat. Allgemeine Diskussionen über gendergerechte Sprache und Diversität scheinen an Dynamik zu verlieren, während das Unternehmen selbst plant, seine Produktion möglicherweise in die USA zu verlegen, um künftig Zollkosten zu umgehen.