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Am 28. Februar 2025 stehen in Ingolstadt und Köln die Feierlichkeiten zum Weiberfasching im Vordergrund. In Ingolstadt, die Stadtverwaltung hat ihre Mitarbeiterinnen zur Teilnahme eingeladen, wobei Christian Scharpf und Michael Kern demonstrativ die unteren Enden ihrer Krawatten abschnitten. Diese symbolische Geste spiegelt die festliche Stimmung wider, die an diesem Unsinnigen Donnerstag in der Innenstadt herrscht. Zahlreiche Maskierte sind unterwegs und feiern im Weinschmecker an der Friedrichshofener Straße sowie auf dem Rathausplatz, wo die Faschingsgesellschaft Narrwalla Tänze der Kindergarde und des Kinderprinzenpaars Luke I. und Sophie I. präsentiert.
Die Feierlichkeiten setzen sich abends fort, wenn Frauen in der Innenstadt verkleidet als Zehnfeen oder Lampen aus den 70ern feiern. Unter den Feiernden sind auch zahlreiche Personen und Gruppen zu finden, die im Augustiner-Bräu fröhlich zusammenkommen.
Traditionen der Weiberfastnacht
Parallel zu den festlichen Aktivitäten in Ingolstadt, wird in Köln Weiberfastnacht, auch bekannt als Weiberdonnerstag, zelebriert. Dieser Tag ist für die Kölner Bevölkerung von großer Bedeutung. Männer, die an diesem Tag keine Krawatten tragen, sollten sich vor unangenehmen Situationen hüten, da es üblich ist, dass Frauen Krawatten abschneiden und diese mit einem „Bützchen“ (Küsschen) belohnen. Deshalb ist es ratsam, an diesem Tag keine teuren Krawatten zu tragen. Auch das Verkleiden ist weit verbreitet und mehrere Frauen gehen zur Arbeit in bunten Kostümen. Weiterhin werden Touristen in den öffentlichen Verkehrsmitteln mit schrägen Blicken bedacht, sollten sie keine Karnevals-Accessoires tragen.
Die Arbeitszeiten in Köln sind an Weiberfastnacht reduziert, und viele Geschäfte sowie Büros schließen bereits ab 13 Uhr. Die Tradition der Weiberfastnacht hat ihre Wurzeln in Beuel, wo Frauen im Jahr 1824 während Männerfeiern mit Wäsche beschäftigt waren und das Alte Damenkomitee gründeten, um ein Zeichen zu setzen. Zu den Feierlichkeiten gehört auch ein bedeutender Karnevalsumzug, der den Höhepunkt der Festivitäten markiert. Besucher werden ermutigt, ein Foto vor der Kölner Kathedrale zu machen und die ausgelassene Atmosphäre zu genießen.