TirschenreuthWirtschaft

Zukunft der Oberpfalz: Unternehmer diskutieren drängende Herausforderungen!

In der Tuchfabrik Gebrüder Mehler GmbH in Tirschenreuth fand ein Unternehmerfrühstück statt, das von den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) und Gitta Connemann, der Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, veranstaltet wurde. Ziel der Veranstaltung war es, drängende Themen der regionalen Wirtschaft zu erörtern.

Albert Rupprecht betonte die Bedeutung des Strukturwandels für die Region, indem er auf die frühere hohe Abwanderung und die wirtschaftlichen Herausforderungen in der nördlichen Oberpfalz hinwies. Aktuell sind 7 von 10 gewerbesteuerstärksten Kommunen in der Oberpfalz zu finden, was die Notwendigkeit von Investitionen in Digitalisierung, Fachkräfteentwicklung und die Unterstützung von Gründungen unterstreicht.

Herausforderungen der regionalen Wirtschaft

Gitta Connemann forderte die Unternehmer auf, Verantwortung zu übernehmen und aktiv für die Zukunft zu arbeiten, während sie die Notwendigkeit hervorhob, sich auf zukünftige Herausforderungen zu konzentrieren. Zu den Hauptthemen des Dialogs gehörten der Fachkräftemangel, steigende Energiekosten, Investitionszurückhaltung, überbordende Bürokratie sowie Unsicherheiten über zukünftige politische Rahmenbedingungen.

<pEinige Unternehmer äußerten sich zur aktuellen Lage. Harald Gollwitzer, ein Bauunternehmer, meinte, dass es in der Branche mehr Risiken als Chancen gebe, während Architekt Peter Brückner die Investitionszurückhaltung als gefährdend für Projekte und die Zukunftsfähigkeit der Region bezeichnete. Ein Dank wurde zudem der Familie Mehler für die traditionsreiche Unternehmensgeschichte und den Innovationsgeist der Tuchfabrik ausgesprochen, die seit elf Generationen besteht.

Laut einer Untersuchung über die bedeutendsten Herausforderungen für Unternehmen im Jahr 2024, wie [ifm-bonn.org](https://www.ifm-bonn.org/presse/pressemitteilungen/meldung/die-groessten-herausforderungen-2024-fachkraeftemangel-und-zunehmender-wettbewerbsdruck) berichtete, stehen Unternehmen vor erheblichen Schwierigkeiten durch Fachkräftemangel und demografische Entwicklungen. Besonders betroffen sind größere Unternehmen und der Dienstleistungsbereich. Verantwortliche in diesen Bereichen verbinden den demografischen Wandel und das Qualifikationsniveau auch mit steigenden Personalkosten.

Die Studie „Zukunftspanel Mittelstand 2024“, die im Herbst mit 426 Unternehmen in Deutschland durchgeführt wurde, zeigt, dass der erhöhter Wettbewerbsdruck die zweitgrößte Herausforderung darstellt. Dieser ist besonders ausgeprägt im produzierenden Gewerbe und im Handel. Darüber hinaus sehen Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten den Wettbewerbsdruck als ein ernstes Problem an, während Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als bedeutende Herausforderungen betrachten.