Weilheim-Schongau

Neuer Geschäftsführer Ebert setzt auf Inklusion und Digitalisierung in Werkstätten

Klaus Ebert ist seit Jahresanfang der neue Geschäftsführer der Oberland Werkstätten GmbH. Er tritt die Nachfolge von Oliver Gosolits an, der nach rund zehn Jahren eine neue berufliche Herausforderung angenommen hat. Ebert hat in den letzten Wochen mehrere Betriebsstätten besucht und dabei etwa 1.000 Mitarbeitende kennengelernt, um sich mit deren Bedürfnissen vertraut zu machen.

Der neue Geschäftsführer ist Diplom-Sozialpädagoge und Bildungswissenschaftler und bringt umfangreiche Erfahrung in sozialpädagogischen und betriebswirtschaftlichen Bereichen mit. Zu seinen vorherigen Positionen zählen die Ausbildungs- und Berufsbegleitung beim Berufsausbildungswerk in Aalen, die Tätigkeit als Bildungsreferent beim Bayerischen Landessportverband sowie die Gesamtleitung von Regens Wagner München.

Fokus auf Inklusion und Digitalisierung

Mit seiner Familie lebt Ebert im Oberland, wo er sich auch privaten Hobbys wie Kaltblutzucht, Mountainbiken und Gleitschirmfliegen widmet. Die Oberland Werkstätten bieten rund 800 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Diese Werkstätten sind in die Wertschöpfungskette von mittelständischen und kleinen Unternehmen integriert.

Eberts zentrale Mission liegt in der beruflichen Teilhabe und der Förderung individueller Fähigkeiten für Menschen mit Behinderung. Er plant, den Weg der Inklusion konsequent weiterzugehen und dabei einen besonderen Fokus auf Menschen mit Unterstützungsbedarf zu legen. Zudem sieht er in der Digitalisierung eine Chance für neue Arbeitsmöglichkeiten und möchte Inklusion auch in diesem Bereich fördern.

In einem Artikel von Wipub wird die Bedeutung der Digitalisierung für Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) herausgestellt. Diese sollten die digitale Transformation als Möglichkeit zur Teilhabe nutzen. Digitale Assistenzsysteme könnten Arbeitsabläufe optimieren, während Apps die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit der Mitarbeitenden fördern. Die Digitalisierung bietet nicht nur neue Geschäftsfelder, sondern auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Teilhabemöglichkeiten.

Allerdings bringt die digitale Transformation auch Herausforderungen mit sich, wie den Mangel an stabiler Finanzierung für digitale Infrastrukturen und die Notwendigkeit, digitale Kompetenzen sowohl beim Personal als auch bei den Mitarbeitenden zu fördern. Die BAG WfbM fordert daher einen aktiven Einsatz neuer Technologien in WfbM zur Verbesserung der Bedingungen für berufliche Bildung und lebenslanges Lernen, um die Chancen der Digitalisierung effizient zu nutzen.