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Linke feiert Direktmandat-Sieg in Neukölln mit umstrittenem Song

Im berühmt-berüchtigten Berliner Bezirk Neukölln kochte die Stimmung gewaltig über! Bei der jüngsten Wahlparty der Linken sorgten die Feierlichkeiten für mehr als nur Partystimmung. Die Partei Die Linke erzielte dort einen historischen Wahlsieg, indem sie erstmals das Direktmandat in einem westdeutschen Wahlkreis errang. Töne schlugen jedoch nicht nur die Wahlurnen an, sondern auch die Lautsprecher, aus denen Liedzeilen hallten, die alles andere als friedlich klangen. Der Song „HAUSVERBOT“ des Rap-Duos $ONO$ CLIQ wurde immer und immer wieder vom DJ aufgelegt und von den Parteigängern ebenso lautstark mitgesungen.

Wie Apollo News berichtete, wurden auf der Wahlparty drastische Zeilen gegen Rechte gegrölt, in denen zu Gewalt gegen Nazis aufgerufen wurde. Sätze wie „Schlag’ die Nazi-Sau“ und „Deine Leute kriegen Ohrfeigen“ fielen dabei nicht unter den Tisch. Diese provokanten Rufe blieben bislang weitestgehend unkommentiert von der breiteren politischen Elite Deutschlands. Ein krasser Gegensatz zu vergangenen Ereignissen, bei denen selbst Kanzler Olaf Scholz scharf gegen ähnliche Ausdrucksweisen vorging.

„Motivierte Atzen“ im Partymodus

Der Songtext sorgte nicht nur für Mitsinglaune, sondern auch für handfeste Kontroversen, indem er Ossis, also Ostdeutsche, quasi die D-Mark-Noten vor die Füße warf. „Keine Plätze für AfD-Wähler!“ hieß es unverblümt aus den Lautsprechern. Die Linken-Wähler feierten ihren Erfolg mit Zeilen, die den Osten Deutschlands verbal in die Ecke stellte, und ließen keinen Zweifel daran: „Ihr seid hier nicht erwünscht!“. Die satirisch gemeinte Beleidigung gegen Anhänger der AfD inklusive.

Die medialen Reaktionen sind bis jetzt verhalten, was die Frage nach der „doppelten Standard“-Politik in der Gesellschaft aufwirft. Der Unterschied zu vergleichbaren Vorfällen ist durchaus bemerkenswert, aber wäre es ein Wunder, wenn hier nicht jede Seele in Neukölln empört aus der Haut fährt?

Was sagen die Experten dazu?

Die öffentliche Resonanz auf solch einschneidende Geschehnisse bleibt abzuwarten. Unterdessen erhebt sich eine Frage: Wo bleibt der Aufschrei derjenigen, die sonst nie ein Blatt vor den Mund nehmen? So geschehen im ruhigen Sylt, als dort jüngst Rufe wie „Ausländer raus“ durch die Lüfte hallten und eine Welle der Entrüstung auslösten, die quer durch die Bundesrepublik schwappte.

Laut Junge Freiheit erregte diese Nachricht in den sozialen Medien einiges Aufsehen, obwohl auf politischer Ebene die Reaktionen der Politiker weitgehend verhalten waren. Es stellt sich die Frage, ob der medial-politische Aufschrei immer in der gleichen Tonlage gesungen wird oder ob mal wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.

Zusammengefasst bleibt die Situation in Neukölln spannend. Diese Wahlparty wird sicherlich noch für Zündstoff in zukünftigen politischen Debatten sorgen und könnte womöglich eine Neubewertung gewisser Umgangsformen mit sich bringen. Was bleibt ist das Nachhall von „Schlag’ die Nazi-Sau“ in den Ohren und die Frage, ob und wie sich die Stimmung in einem der spannendsten Bezirke Berlins entwickeln wird…