
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat am 28. März 2025 über den Neubau der Ringbahnbrücke und Westendbrücke der A100 informiert. Die Brücken müssen aufgrund von Schäden für den Verkehr gesperrt werden, was einen umfassenden Abriss und Neubau erfordert, der umgehend in Angriff genommen wird. Die Autobahn GmbH des Bundes arbeitet dabei an Umfahrungsvarianten in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung und den betroffenen Bezirken. Eine Pressekonferenz mit Vertretern der Autobahn GmbH und der DEGES fand bereits statt.
In der aktuellen Verkehrssituation wird der Pkw-Verkehr auf der A100 in Fahrtrichtung Norden einspurig über die Gegenfahrbahn geleitet. Es gibt keine Zufahrt von der AVUS (A115) auf die A100 in Fahrtrichtung Nord; der Verkehr wird über den Messedamm abgeleitet. Der Lkw-Verkehr wird großräumig umgeleitet. Empfohlene Umfahrungsrouten für Lkw ohne Ziel in Berlin umfassen die A10 (Berliner Ring) sowie Routen ab Potsdam über B2 und Dallgow-Döberitz über B5 und Heerstraße. Eine Wiederfreigabe einer Fahrspur auf der A100 in Fahrtrichtung Nord erfolgt, ist jedoch nicht für Lkw über 3,5 Tonnen vorgesehen. Senatorin Ute Bonde betont die Dringlichkeit eines schnellen Ersatzneubaus der Ringbahnbrücke, um den Verkehr, der nicht umgeleitet werden kann, möglichst effizient durch das Stadtnetz zu führen.
Umleitungsmaßnahmen und Verkehrseinschränkungen
Die Maßnahmen zur Minderung von Verkehrsstörungen umfassen Anpassungen der Ampelschaltungen am Spandauer Damm und der Königin-Elisabeth-Straße sowie Umplanungen der Verkehrsführung am Messedamm/Kaiserdamm. Vorbehaltsrouten für Umfahrungen sind unter anderem der Messedamm – Königin-Elisabeth-Straße – Spandauer Damm und verschiedene Alternativrouten durch benachbarte Straßen. Zudem wird die Sophie-Charlotten-Straße kurzfristig für Umleitungen in Richtung Süden genutzt. Laut technischer Einschätzung ist ein Ersatzneubau notwendig, und die ersten Abrissmaßnahmen, wie das Entfernen der Asphaltdecke, haben bereits begonnen.
Parallel zu diesen Entwicklungen plant die DEGES vier Großprojekte zur Erneuerung der Infrastruktur der Stadtautobahn, zu der die A100 gehört. Ziel dieser Projekte ist es, die Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Anwohner vor Luftschadstoffen sowie Lärm zu schützen. Die Stadtautobahn verbindet verschiedene Bezirke in Berlin und hat eine zentrale Rolle für die Mobilität und Versorgung in der Stadt. Ohne diese Infrastruktur müssten täglich hundertetausend Fahrzeuge alternative Routen nutzen, was zu Staus und zusätzlichen Belastungen in Wohngebieten führen würde. Die stark befahrenen Strecken sind aufgrund von Alter und Belastung nicht mehr leistungsfähig und müssen erneuert werden, wie auch der Zustand der Brücken am Autobahndreieck Funkturm und die Rudolf-Wissell-Brücke zeigt.
Die DEGES verfolgt die Projekte im Dialog mit Anwohnern und anderen Beteiligten und plant Maßnahmen zur Reduzierung von Störfaktoren, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Modernisierung erfolgt unter dem Einsatz moderner Baustoffe und Verfahren, um die Qualität der Infrastruktur zu erhöhen. Um die Bauzeit zu verkürzen und Verkehrsbehinderungen zu minimieren, wird die Umsetzung der Projekte koordiniert und nicht nacheinander durchgeführt, was die Bauzeit erheblich verlängern würde.
Für weitere Informationen zu dieser Thematik können Sie die Meldungen auf viz.berlin.de sowie deges.de besuchen.