
Die Polizei nimmt vom 7. bis 13. April an verschiedenen Orten in Deutschland verstärkt Geschwindigkeitskontrollen vor. Insbesondere am 9. April findet der bundesweite Blitzermarathon statt, bei dem Temposünder rund um die Uhr kontrolliert werden. Diese Aktion zielt darauf ab, Autofahrer für die Gefahren des zu schnellen Fahrens zu sensibilisieren, da überhöhte Geschwindigkeit eine häufige Unfallursache ist.
In Mecklenburg-Vorpommern begannen die Kontrollen bereits am 1. April. Bei den ersten Aktionen wurden 573 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, nachdem 2408 Fahrzeuge kontrolliert wurden, was bedeutet, dass fast jeder vierte Autofahrer zu schnell unterwegs war. Ein besonders auffälliger Fall trat in Ludwigslust auf, wo ein Autofahrer in einer 50-Zone mit 98 km/h geblitzt wurde, während auf der A 24 ein Fahrer mit 158 km/h in einer 80-Zone erwischt wurde. Zusätzlich registrierte die Polizei 48 weitere Verkehrsverstöße, darunter Handynutzung und Fahren ohne Gurt.
Landesweite Verkehrssicherheitskampagne
Die Blitzermarathon- und SpeedWeek-Aktionen sind Teil der landesweiten Verkehrssicherheitskampagne „Fahren.Ankommen.Leben“, die im April den Schwerpunkt Geschwindigkeit setzt. Der ADAC betont, dass diese Aktionswochen zur Verkehrssicherheit beitragen, jedoch nicht alle Risiken im Straßenverkehr beseitigen können. In Mecklenburg-Vorpommern bleibt die zu hohe Geschwindigkeit die Hauptursache für Verkehrsunfälle. Im vergangenen Jahr gab es einen leichten Rückgang der Gesamtunfälle, doch die Zahl der Verkehrstoten aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit stieg auf 21, vier mehr als im Jahr 2023.
Zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich viele andere Bundesländer an der Aktionswoche, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Im vergangenen Jahr starben über 150 Menschen in Deutschland aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitungen. Die diesjährigen Kontrollen stehen unter dem Motto, die Autofahrer erneut für die Gefahren von Geschwindigkeitsübertretungen zu sensibilisieren. Bei den Kontrollen im letzten Jahr wurden etwa 13.000 Geschwindigkeitsverstöße registriert, und 250 Temposünder mussten ihren Führerschein abgeben.