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DRAMA UM DLRG: Gericht beendet Mietverhältnis nach verheerendem Brand!

Am 7. Januar 2017 brannte das DLRG-Vereinsheim am Uferweg in Gießen bis auf die Grundmauern nieder. Unklar ist, ob Schweißarbeiten auf dem Dach des Gebäudes für den Brand verantwortlich waren. Der langandauernde Rechtsstreit zwischen der DLRG Gießen und dem ehemaligen Pächter des Restaurants „Aura“, Dimitri Skartsanis, zieht sich seit acht Jahren und dreht sich um die Klage der DLRG auf Beendigung des Mietverhältnisses, Mietrückstände sowie Schadensersatz.

Der Schwelbrand führte zur Zerstörung des ursprünglichen Vereinsheims, welches mittlerweile abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Im Verlauf der bisherigen rechtlichen Auseinandersetzungen hielt die DLRG Skartsanis für schuldhaft an der Beschädigung ihres Eigentums verantwortlich. Richter Malte Wilmen fasste in der Verhandlung zusammen, dass der Beklagte das Eigentum der Klägerin geschädigt habe. Besonders spannend ist die Aussage eines 39-jährigen Metallbauers, der an der Abzugshaube des Restaurants arbeitete. Er beteuerte, dass er nicht mit Schweißarbeiten in Verbindung stehe, da er lediglich Fixierungen mit Silikon und Unterlegscheiben vorgenommen habe.

Rechtsstreit um Mietverhältnis

Das Gießener Landgericht hat nun das Mietverhältnis zwischen der DLRG und Skartsanis für beendet erklärt. DLRG-Vorsitzender Alexander Sack zeigte sich erleichtert über das Urteil und sieht nun die Möglichkeit, einen neuen Pächter für die Gastronomie im wiederaufgebauten Vereinsheim zu finden. Möglicherweise wird Giorgios Svolos, Betreiber des Restaurants Irodion, neuer Pächter. Der Rechtsstreit ist jedoch noch nicht vollständig gelöst, da es noch offene Fragen zu Pachtzahlungen und möglichen Kündigungsgründen gibt.

Die DLRG macht Skartsanis mitverantwortlich für den Brand, weil er einen Handwerker beauftragt hatte, der unsachgemäße Schweißarbeiten durchgeführt haben soll. Die Zivilkammer konnte die Frage der Mitschuld des Wirts jedoch nicht klären, da die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt wurden. Trotz der gerichtlichen Entscheidung hatte Skartsanis eine Wiederherstellungspflicht geltend gemacht, doch die Richterin entschied, dass dies der DLRG nicht zuzumuten sei. In der Zwischenzeit plant der frühere Pächter, dessen Restaurant in der Mäusburg erfolgreich läuft, die Übernahme einer Bar in der Alten Post.

Die DLRG hat bereits mit den Vorbereitungen für den Wiederaufbau des Vereinsheims begonnen, das bis Anfang 2021 fertiggestellt sein soll. Für den Wiederaufbau sind Investitionen von 3,25 Millionen Euro vorgesehen, was die DLRG in eine neue Phase ihrer Vereinsgeschichte führt.