
Ein Flüchtling aus Syrien hat Deutschland freiwillig verlassen. Der Mann lebte in Kirchardt, einem Ort im Kreis Heilbronn, und sorgte dort seit Jahren für zahlreiche Vorfälle, die in der Gemeinde für Angst und Schrecken sorgten. Berichten zufolge bedrohte er sowohl Kinder als auch Erwachsene, was insbesondere zu besorgniserregenden Situationen führte.
In Berwangen wurde der Mann zum Beispiel dabei beobachtet, wie er Grundschülerinnen und -schüler bedrohlich ansprach. Nachbarn der Flüchtlingsunterkunft fühlten sich ebenfalls gefährdet, als er mit einem gezückten Messer durch die Straßen ging. Diese beunruhigenden Vorfälle geschahen unter anderem kurz vor Weihnachten in einer Kirche, und auch in seiner Unterkunft war er häufig in Konflikten verwickelt und randalierte. Seine psychische Gesundheit war mehrfach in Behandlung, da er als psychisch krank galt.
Reaktionen und Hintergründe
Am Freitag verließ der Flüchtling Deutschland, indem er vom Berliner Flughafen aus zurück nach Syrien flog. Der Bürgermeister von Kirchardt, Gerd Kreiter, äußerte sich erleichtert über die Ausreise des Mannes. Der Flüchtling war 2018 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. Seit seiner Ankunft wurde die Polizei in Folge seiner zahlreichen Vorfälle immer wieder alarmiert.
Der Vorfall wirft Fragen zur psychischen Gesundheit von Geflüchteten auf, ein Thema, das in Deutschland zunehmend ins öffentliche Bewusstsein rückt. Laut einer Studie berichtet eine bedeutende Mehrheit der Geflüchteten von traumatischen Erfahrungen. Über 87 % der Befragten erlebten traumatisierende Ereignisse wie Krieg oder Verfolgung. Weitere Studien zeigen, dass das Risiko für psychische Erkrankungen wie Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und Depressionen bei Geflüchteten wesentlich höher ist als im Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. So lag die 12-Monats-Prävalenz für PTBS in der Allgemeinbevölkerung lediglich bei 2,3 %.
Die Ergebnisse dieser Studien, die beispielsweise von [BAFF](https://www.baff-zentren.org/themen/flucht-trauma/aktuelles-zur-psychischen-gesundheit-von-gefluechteten/) belegt werden, zeigen hohe Prävalenzen von psychischen Erkrankungen unter Geflüchteten, was die Notwendigkeit für frühzeitige und umfassende psychiatrische Versorgung unterstreicht, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.