
Das Rügen-Hotel in Sassnitz, ein historisches Hotel an der Ostseeküste, wird derzeit für über zehn Millionen Euro renoviert. Die umfangreiche Sanierung soll einen schicker Neustart ermöglichen und umfasst unter anderem den Bau einer Sky-Bar sowie die Erweiterung des Spa-Bereichs. Doch während der Renovierungsarbeiten entdeckten Bauarbeiter einen geheimen Raum, der nicht auf den Bauplänen verzeichnet war. Der Besitzer des Hotels, Hannes von Kroge, äußerte sich überrascht über diesen Fund.
Es gibt Gerüchte, dass der gefundene Raum möglicherweise als Abhörstation der Stasi genutzt wurde. Das Rügen-Hotel war in der DDR bekannt und ein beliebter Aufenthaltsort für hochrangige Gäste sowie westliche Besucher. Der geheime Raum befindet sich neben der Tiefgarage, was für verdeckte Operationen geeignet wäre. Das Hotel wurde in den 1970er Jahren von den gleichen Architekten erbaut, die auch für das Hotel Neptun in Warnemünde verantwortlich waren. Dabei kamen nicht nur alte Wandgemälde zum Vorschein, sondern auch Hinweise auf die geheimen Aktivitäten der Stasi in der Region.
Geschichte des Rügen-Hotels
Das Rügen-Hotel eröffnete 1969 und verfügte über 120 Zimmer sowie verschiedene Annehmlichkeiten wie zwei Restaurants, ein Café, eine Tanzbar, Sauna, Solarium, Schwimmhalle und einen Intershop. Während der DDR war das Hotel besonders auf Gäste aus skandinavischen Ländern und DDR-Bürger ausgerichtet. Die Stasi nutzte Hotels an der Ostsee nicht nur für die Überwachung, sondern auch um Unterkünfte für ihre Mitarbeiter zu sichern. Insbesondere die westlichen Gäste, die zum zollfreien Einkauf kamen, haben die Stasi dazu veranlasst, ihre Aktivitäten in diesem Hotel zu intensivieren.
Das Hotel soll im Sommer 2025 wiedereröffnet werden und Teil einer geplanten Ausstellung über seine Geschichte, inklusive des entdeckten geheimen Raums, sein. Ab Juni 2024 können Gäste bereits wieder im Hotel übernachten. In der Region gab es Berichte, dass die Stasi auch andere Hotels, wie das Hotel Neptun in Warnemünde, in ähnlicher Weise genutzt hat, um Informationen zu sammeln und hochkarätige Gäste zu überwachen. Diese Entdeckungen bieten neue Einsichten in die Schattenseiten der DDR-Geschichte.