Darmstadt-Dieburg

Betreuung im Landkreis: Kindertagespflege-Personen fordern mehr Geld!

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg haben 105 von 142 Kindertagespflege-Personen einen Brief an den Landkreis verfasst, in dem sie mehr finanzielle Unterstützung und Anerkennung für ihre Arbeit fordern. In diesem Schreiben wird die pädagogische Arbeit im U3-Bereich thematisiert. Derzeit werden rund 600 Kinder bis drei Jahre im Landkreis durch Kindertagespflege betreut, die damit einen wichtigen Beitrag zur frühkindlichen Betreuung leisten.

Die Kindertagespflege-Personen haben die Möglichkeit, bis zu fünf Kinder im Krippenalter zu betreuen. Sie sehen sich jedoch mit Herausforderungen konfrontiert, da viele Städte und Gemeinden im Kreis nur symbolische Unterstützungsvereinbarungen anbieten. Zudem beträgt die Förderung für die höchste Qualifizierungsstufe lediglich 3,80 Euro pro Kind und Stunde, inklusive 1,40 Euro Landesförderung. Bei der Betreuung in eigenen Räumen können zusätzlich 1,80 Euro pro Kind und Stunde geltend gemacht werden. Insgesamt können Kindertagespflege-Personen, bei maximaler Auslastung, bis zu 5,60 Euro pro Kind und Stunde erreichen.

Herausforderungen für Kindertagespflege-Personen

Obwohl sie gemäß dem Sozialgesetzbuch seit 2005 gleichgestellt sind, fühlen sich die Kindertagespflege-Personen nicht ausreichend unterstützt. Der Eigenbeitrag der Eltern pro Kind und Stunde beträgt im Landkreis 1,50 Euro. Viele betreuende Personen haben zudem mit den Risiken der Selbstständigkeit zu kämpfen, darunter temporäre Unvollständigkeit der Gruppen, Einnahmeausfälle, unvorhergesehene Investitionen und steigende Betriebskosten. Die Kindertagespflege-Personen fordern eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung auf 5,80 Euro pro Kind und Stunde sowie eine Verdopplung der Erstattung für Sachaufwand in eigenen Räumlichkeiten auf 3,60 Euro.

Das Jugendamt Darmstadt-Dieburg hat auf den Brief mittlerweile reagiert und ein Gespräch für den 20. März eingeladen. Neben den finanziellen Aspekten wünschen sich die Kindertagespflege-Personen auch eine signifikante Erhöhung der Pauschale zur Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, die derzeit bei 10 Euro pro Kind und Monat liegt.

In Weiterstadt besteht ein umfangreiches Angebot an Kindertageseinrichtungen, das auch die Betreuung von U3-Kindern umfasst. Die Anmeldung für Krippen und Kitas ist während des gesamten Kindergartenjahres möglich und erfolgt in der Regel online. Die zentrale Platzvergabestelle der Verwaltung Kindertagesstätten vergibt Plätze vierteljährlich nach sozialen Kriterien, wobei das Alter des Kindes und die Berufstätigkeit der Eltern berücksichtigt werden. Die Anmeldung sollte mindestens 8 Monate vor dem gewünschten Betreuungsbeginn erfolgen.

Die Kosten für die Krippenbetreuung beinhalten verschiedene Zeitmodelle und liegen zwischen 281 und 501 Euro pro Monat. Zudem können zusätzliche Betreuungsstunden und Mittagsversorgung hinzubucht werden. Es gibt eine Verpflichtung zur Zahlung einer Frühstückspauschale und Geschwisterkindern wird eine Gebührenermäßigung gewährt. Während der Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr bleiben die Krippen geschlossen, jedoch gibt es einen Sommerkindergarten für berufstätige Eltern.