Stadt Wetzlar

Schlechte Luft in Wetzlar: Feinstaubwerte sprengen Grenzwerte!

Am 11. Februar 2025 ist die Feinstaubbelastung in Wetzlar erhöht. Laut den aktuellen Messungen an der Messstation Wetzlar beträgt die Feinstaubkonzentration 58 µg/m³, was den Grenzwert für Feinstaub (PM₁₀) überschreitet. Der Luftqualitätsindex (LQI) zeigt sich im roten Bereich, was auf eine ungesunde Luftqualität hinweist. Die letzten vier Stunden wurden in Bezug auf die Luftqualität als „schlecht“ eingestuft.

Das Umweltbundesamt empfiehlt, dass Risikogruppen, zu denen Asthmatiker und Personen mit Lungen- oder Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen zählen, Anstrengungen im Freien vermeiden sollten. Feinstaubpartikel sind winzige Partikel, die von der Nase bis in die Bronchien gelangen können und gesundheitliche Folgen wie Atemwegsentzündungen oder Reizungen der Schleimhäute nach sich ziehen können. Zu den weiteren möglichen gesundheitlichen Konsequenzen gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der normalen Feinstaubbelastung sind Werte von 0 bis 50 µg/m³ als unbedenklich eingestuft.

Messwerte und Empfehlungen

Die Feinstaubwerte in Wetzlar zeigen eine Besorgnis erregende Entwicklung. So wurden von 01:00 bis 04:00 Uhr ein Wert von 57 µg/m³ (🟠) gemessen. Im Vergleich dazu waren die Höchstwerte für Feinstaub in den letzten drei Monaten wie folgt:

  • 19.11.2024: 3 µg/m³ (sauberste Luft)
  • 09.02.2025: 48 µg/m³ (🟡)
  • 05.02.2025: 42 µg/m³ (🟡)
  • 08.02.2025: 40 µg/m³ (🟡)
  • 21.01.2025: 35 µg/m³ (🟢)
  • 14.01.2025: 35 µg/m³ (🟢)

Für die Stadt Limburg wurden sogar Werte von 112 µg/m³ festgestellt. Das Umweltbundesamt gibt weitere Tipps zur Verhaltensweise bei schlechter Luftqualität. Empfohlen wird der Verzicht auf Sport und anstrengende Tätigkeiten im Freien sowie der Aufenthalt in gut klimatisierten Innenräumen. Auch das Tragen von FFP2-Masken in Risikobereichen wird angeraten. Darüber hinaus sind Pflanzen hilfreich, um die Luftqualität in geschlossenen Räumen zu verbessern.

Die Feinstaubbelastung ist ein anhaltendes Problem in Deutschland. Wie [umweltbundesamt.de](https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/feinstaub-belastung) berichtet, wurde die Feinstaubmessung in Deutschland für PM10 seit 2000 und für PM2,5 seit 2008 eingeführt. Die Werte in Ballungsräumen sind aufgrund zahlreicher Emittenten, wie Verkehr und Industrie, in der Regel höher als in ländlichen Gebieten. Die PM10-Jahresmittelwerte liegen heute zwischen 15 und 20 µg/m³, was einen Rückgang im Vergleich zu 50 µg/m³ in den 1990er Jahren darstellt. Die gesundheitsrelevanten Wirkungen von Feinstaub sind vielschichtig und können Atemwegserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorrufen. Die Einhaltung der EU-Richtlinie 2008/50/EG zu Grenzwerten für PM10 sowie neue Standards für PM2,5 sind zentrale Bestandteile der Luftreinhaltepolitik.