
Im Kempten-Museum wurde die Ausstellung „Zeitenwende 1525“ eröffnet, die sich mit den Ereignissen des Bauernkrieges in Kempten beschäftigt. Im April 1525 plünderten aufständische Bauern das Kloster in Kempten, ein wichtiger Punkt in den geschichtlichen Auseinandersetzungen jener Zeit. Der Kurator der Ausstellung, Dr. Wolfgang Petz, unterstreicht die besondere Bedeutung Kemptens im Kontext des Bauernkrieges. Im Gedenkjahr 2025 sind über 20 Ausstellungen und 100 Veranstaltungen zum Thema Bauernkrieg geplant, die das historische Erbe lebendig halten sollen.
Die Präsentation umfasst informative Tafeln, die wichtige Ereignisse und deren Hintergründe in gut nachvollziehbarer Sprache aufbereiten. Ein zentrales Exponat ist eine Urkunde, die von Kaiser Karl V. unterzeichnet wurde und Kempten zur Reichsstadt erhob. Neben historischen Dokumenten ist auch eine 1504 in Augsburg gedruckte Flugschrift von Amerigo Vespucci, „Mundus Novus“, zu sehen. Darüber hinaus hat der Künstler Roger Mayrock verschiedene Szenen aus dem Leben der Bauern sowie die Plünderung des Klosters gezeichnet. Mayrock betont, dass die Recherche für seine Arbeiten einen bedeutenden Teil des Prozesses ausmacht. Die Ausstellung beinhaltet auch ein rekonstruiertes Bauernhaus aus dem späten 15. Jahrhundert.
Interaktive Elemente der Ausstellung
Die Rolle der Flugschriften und Lieder wird ebenfalls gewürdigt, da sie während des Bauernkrieges entscheidend zur Verbreitung von Informationen beitrugen. Oberbürgermeister Thomas Kiechle thematisiert die Gewalt und Dramatik, die die Menschen damals erlebten. Zudem bietet die Ausstellung Hörstationen, die Lieder und Informationen zu historischen Figuren wie Matthias Waibel präsentieren, um den Besucherinnen und Besuchern ein umfassendes Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Weitere Details zur Ausstellung sind auf der Website des Kempten-Museums zu finden.
- Merkur berichtete über die Eröffnung der Ausstellung.
- Die gesamte Ausstellung ist detailliert auf der Website des Kempten-Museums beschrieben.