
Lörrach steht kurz vor der Eröffnung eines bedeutenden Projekts im Bereich nachhaltiges Bauen. Am Donnerstag, dem 10. April 2025, findet eine Veranstaltung unter dem Motto „Klimapositive Städte und Gemeinden“ statt, die von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić organisiert wird. Die Veranstaltung im Lauffenmühle-Areal beginnt um 11.45 Uhr und richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Das Lauffenmühle-Areal wird als das erste klimaneutrale Gewerbegebiet in Holzbauweise in Deutschland hervorgehoben. Die Stadt Lörrach hat seit 2020 das Ziel, dieses Areal mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg zu entwickeln. Die DGNB ist das größte Netzwerk für nachhaltiges Bauen in Deutschland und verfolgt in dieser Initiative den Fokus auf die Transformation der Bau- und Immobilienbranche, sowie die Zertifizierung nachhaltiger Gewerbegebiete nach DGNB-Standards. Der Treffpunkt für die Veranstaltung ist das Haupttor beim Haagensteg 4, Lörrach. Für die zweistündige Führung wird festes Schuhwerk empfohlen.
Nachhaltige Entwicklung und Innovation in Lörrach
Darüber hinaus zeigt sich Lörrach im Wettbewerb um nachhaltige Innovationen in der Region, speziell im Vergleich zu Basel und Freiburg. Während Basel seit 12 Jahren führend im Global Innovation Index ist, wird Freiburg als „Green City“ mit einem Leistungszentrum für Nachhaltigkeit anerkannt. In Lörrach wird das klimaneutrale Gewerbegebiet in Holzbauweise weiterentwickelt, und die Lauffenmühle GmbH & Co. KG hat mit dem Cradle to Cradle Gold Standard zertifiziertem reworx®-Gewebe bereits Maßstäbe in der Kreislaufwirtschaft gesetzt.
Das neue Areal ist darauf ausgelegt, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) anzuziehen, indem es ein gemeinsames Mindset bezüglich Klimaschutz und Ressourcenschonung fördert. Zukünftige Einrichtungen, wie eine zentrale Cafeteria und Kinderbetreuungseinrichtungen, sollen zudem die Work-Life-Balance der Beschäftigten unterstützen. Um nachhaltige Strategien umzusetzen, benötigen die KMU Wissen über Energieeinsparung und Materialwahl. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU, die ab 2025 für große Unternehmen gilt, wird ebenfalls Transparenz in der Lieferkette erfordern.
Zusätzlich ist geplant, Beratungsunternehmen im Lauffenmühle-Areal anzusiedeln, um die KMU zu unterstützen. Aktive Anreize zur Setzung von Nachhaltigkeitszielen und zur Messung des Fortschritts könnten durch die Unterzeichnung der WIN-Charta des Landes umgesetzt werden. Kooperationen mit Hochschulen und Inkubatoren werden ebenfalls als notwendig erachtet, um die Entwicklung von Startups zu fördern und spezifische Angebote für grüne Innovationen zu entwickeln.