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Rostocker E-Fähre Warnowstromer : Test für Zukunft des Schiffsverkehrs!

Am 1. April 2025 startete ein vielversprechendes Forschungsprojekt zur Erprobung automatischer Assistenzsysteme auf dem Wasser. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) und das Institut für Automatisierungstechnik der Universität Rostock arbeiten gemeinsam an dem Projekt „Warnowstromer AI“, das mit Fördermitteln in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro von der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen unterstützt wird. Ziel ist es, die E-Fähre „Warnowstromer“ als Testobjekt für Automatisierung im Schiffsverkehr zu nutzen und ihre Sicherheit zu verbessern.

Technische Innovationen werden auf der E-Fähre installiert, um eine Vielzahl von Daten zu erfassen. Diese umfassen unter anderem das An- und Ablegeverhalten des Schiffsführers, Witterungsbedingungen sowie Hindernisse auf dem Wasser. Die gesammelten Daten sollen zur Optimierung der Software für zukünftige Assistenzsysteme eingesetzt werden. Dr. Björn Kolewe leitet das Projekt, während Yvette Hartmann und Jan Bleis als Vorstände der RSAG fungieren. Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski hat bereits sein Interesse an den Projektergebnissen bekundet.

Herausforderungen bei der Automatisierung

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Überwindung der Herausforderungen, die die Automatisierung auf Wasser mit sich bringt. Diese reichen von Wellenbewegungen und Strömungen über andere Schiffe bis hin zu schwimmenden Personen, Vögeln und Treibholz. Der Betrieb der Fähre erfolgt gegenwärtig im Ein-Mann-Fahrbetrieb zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof.

Geplant ist zudem, einen Bildschirm im Fahrgastraum zu installieren, der den Fahrgästen einen Streckenvorschlag für das Anlegen anzeigt, basierend auf den erfassten Daten und der Softwareoptimierung.

Die E-Fähre „Warnowstromer“ hatte seit ihrer Indienststellung bereits wiederholt technische Probleme, die durch dieses Forschungsprojekt möglicherweise gemindert werden können. Das Projektlaufzeit erstreckt sich bis zum 31. Dezember 2027, wie ndr.de berichtet. Weitere Details sind auch auf rostock-heute.de zu finden.