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Polizeieinsatz in Stralsunder Schule: Schüler schlägt mit Fahrradsattel zu!

Aufruhr an der Regionalschule Hermann Burmeister in Stralsund! Am vergangenen Freitag kam es zu einem turbulenten Vorfall, bei dem die Schulglocken nicht für die Pause läuteten, sondern zu einem Drama wie aus einem Krimi wurden. Ein Schüler fiel aus der Rolle und verletzte dabei Lehrer und einen Polizisten, bevor er schließlich unter Kontrolle gebracht wurde. Die Öffentlichkeit erfährt erst jetzt von diesem schockierenden Ereignis durch eine Mitteilung des Bürgerforums „Wir für Rügen“, wie der Nordkurier berichtet.

Der Tag begann normal, doch als ein Lehrer einen Schüler dazu aufforderte, das Schulgebäude während der Pause zu verlassen, brach die Hölle los. Anstatt den Anweisungen Folge zu leisten, reagierte der Schüler mit Beschimpfungen und Bedrohungen. Doch damit nicht genug: Er griff den Lehrer am Kragen und ignorierte das daraufhin verhängte Hausverbot. Ein kurioser, aber zerstörerischer Vorfall ereignete sich, als der Schüler einen Sattel von einem Fahrrad abmontierte und damit versuchte, auf die Lehrer einzuschlagen. Panik machte sich breit, als die Schüler weinend in ihre Klassenzimmer zurückkehrten und diese abgeschlossen wurden.

Polizeieinsatz unter Beobachtung

In diesem Chaos verständigte man schließlich die Polizei. Ein Beamter versuchte, die Lage durch ein ruhiges Gespräch zu deeskalieren, doch der Schüler griff den Polizisten gewaltsam an, indem er ihm ins Gesicht schlug. Die Situation eskalierte und der Schüler konnte letztendlich überwältigt werden. Die spektakuläre Mitteilung von „Wir für Rügen“ spricht sogar von einem Amok-Alarm, doch die offizielle Stellungnahme der Polizei dementiert dies. Ein Amok-Alarm wurde nicht ausgelöst, wie die Polizeisprecherin betont.

Keine Polizeimeldung – Warum?

Viele fragen sich, warum die Polizei den Vorfall nicht früher bekannt gab. Ein Grund ist der Schutz der Persönlichkeitsrechte, denn der Verdächtige ist minderjährig und sein Name bleibt geheim. Auch aufgrund der psychischen Ausnahmesituation des Schülers wurde seitens der Polizei von einer offenen Kommunikation abgesehen.

Indes laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der Schüler muss sich unter anderem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Erstaunlich bleibt, dass trotz des Chaos und der Verletzungen an den Lehrkräften laut der zur Verfügung stehenden Unterlagen derzeit keine Schäden an den Schülern selbst festgestellt wurden.

So bleibt dieser Fall, der wie aus einem Thriller anmutet, weiterhin unter Beobachtung. Die NDR berichtet, dass die betroffenen Lehrer lediglich leichte Verletzungen erlitten haben und der Vorfall für Diskussionen bezüglich des Sicherheitspersonals und der Maßnahmen an Schulen sorgt. Die Debatte darüber, wie solche Eskalationen zukünftig verhindert werden können, hat gerade erst begonnen.