
In Rahnsdorf soll auf dem Areal der ehemaligen Ho-Chi-Minh-Kaserne ein neues Wohnquartier entstehen. Geplant sind etwa 450 Wohnungen, die in den frühen 2030er Jahren fertiggestellt werden sollen. Eine Informationsveranstaltung fand am 1. April 2025 statt, die von der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH und dem Bezirksamt Treptow-Köpenick organisiert wurde, um die Anwohner über die Entwicklungen an der Fürstenwalder Allee 356 zu informieren.
Im Dezember 2024 beschloss das Bezirksamt die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Das 47.220 Quadratmeter große Gelände birgt neben den Wohnanlagen auch Pläne für eine Kita, eine Quartiersgarage und öffentliche Grünflächen. Die baulichen Bedingungen sind allerdings herausfordernd, da der Boden als altlastenverdächtig gilt und sich das Grundstück in einem Wasserschutzgebiet befindet, was strenge Umweltauflagen mit sich bringt.
Städtebauliche Entwicklung und Öffentlichkeit
Zusätzlich zur Wohnbebauung wird auch eine neue Feuerwache für die Freiwillige Feuerwehr Wilhelmshagen errichtet. Die Baugenehmigung hierfür wurde bereits erteilt, und die Bauarbeiten sollen bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung läuft vom 2. bis 25. April 2025, in der Anwohner ihre Anliegen über offizielle Kanäle einbringen können.
Der städtebauliche Beschluss vom Bezirksamt umfasst die Einleitung des Planaufstellungsverfahrens für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan 9-100 VE, wie die Berliner Zeitung berichtete. Dieses Verfahren ist ein entscheidender Schritt zur Transformation des Geländes, das seit dem Jahr 2000 leer steht und zuvor militärisch genutzt wurde. Die Kaserne diente ab 1970 den DDR-Grenztruppen als Ausbildungsstätte und wurde nach der Wiedervereinigung zeitweise zur Unterbringung von Asylbewerbern verwendet.
Im Rahmen der Planung sind auch nachhaltige und sozialverträgliche Lösungen beabsichtigt. Es wird zudem angestrebt, notwendige Schulplätze in der nahen Schule an den Püttbergen zu schaffen, sowie eine dezentrale Integration von Geflüchteten in den neuen Wohnraum zu gewährleisten.
Die Öffentlichkeit und relevante Behörden werden in den nächsten Schritten des Verfahrens, die bereits in den kommenden Monaten eingeleitet werden, eingebunden. Damit soll ein transparenter Prozess zur städtebaulichen Entwicklung des Ortsteils Rahnsdorf gewährleistet werden, berichtet Entwicklungsstadt.