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Investitionen in die Wiederherstellung der Bahnstrecke zwischen Rinteln und Stadthagen werden von verschiedenen politischen Akteuren als notwendig erachtet. Das Land Niedersachsen sowie die betroffenen Kommunen sind aufgefordert, in die Revitalisierung der Strecke zu investieren, um täglichen Pendlern und Gelegenheitsfahrern eine sinnvolle Alternative zum Auto zu bieten, wie sn-online.de berichtet. Die genaue Kostenhöhe für die Wiederherstellung ist derzeit noch nicht bekannt, jedoch wird ein Großteil der Investitionen vom Land getragen, ergänzt durch Mittel aus dem Landkreis sowie den betroffenen Kommunen.
Die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke würde zudem direkte Anbindungen an die Bahnhöfe in Stadthagen und Rinteln schaffen und wichtige Ziele wie das Klinikum in Obernkirchen sowie die Kurklinik in Bad Eilsen an den Schienenverkehr anschließen. Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts hat sich der Landkreis verpflichtet, bis 2045 den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren. Daher sind Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als essenziell für die Erreichung der Klimaziele hervorgehoben worden.
Reaktivierung durch Wasserstoffzüge
Zusätzlich wird die Möglichkeit geprüft, die Bahnstrecke auch für den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen zu reaktivieren. Wie rinteln-aktuell.de berichtet, haben der WGS und der Ortsrat Steinbergen einen entsprechenden Antrag eingebracht. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Sachstandsbericht zu erstellen, der die Anbindung der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke an den Einsatz von Wasserstoffzügen untersucht.
Der Landkreis Schaumburg wurde zudem als „Wasserstoffregion“ anerkannt, was die Entwicklung entsprechender Verkehrslösungen fördert. Eine Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene könnte dabei zur Erreichung der Klimaneutralität im Landkreis beitragen. Die Diskussion um die Wiederbelebung des Schienennahverkehrs wird durch die aktuelle politische Grundstimmung und klimatische Debatten unterstützt, obgleich die Instandsetzung der Gleiskörper und der Infrastruktur als kostenintensiv eingeschätzt wird.
Der erste Wasserstoffzug, der „Coradia iLint“ von Alstom, demonstriert bereits in Niedersachsen die Möglichkeiten dieser Technologie. Mit Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern und keiner Notwendigkeit für Oberleitungen könnte dieser Ansatz eine nachhaltige Lösung für den Schienennahverkehr in der Region darstellen.