
Am 27. März 2025 kündigte die Städtische Galerie Delmenhorst einen Vortrag des Kunsthistorikers Mateo Chacón Pino an. Der Vortrag findet am Donnerstag, dem 3. April 2025, um 18 Uhr in der Galerie statt. Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro. Chacón Pino wird sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Kunst und Kunstgeschichte auseinandersetzen. Ein zentrales Thema wird der Verlust von Kulturgut durch Umweltkatastrophen sein, der neue Herausforderungen für die Kunstgeschichtsschreibung mit sich bringt.
Besonders betroffen von den Veränderungen sind kulturelle Identität und lokale Zugehörigkeit. Viele Künstler betrachten den Klimawandel als ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit. Der Begriff des Anthropozäns, geprägt vom Atmosphärenchemiker Paul Crutzen, wird ebenfalls behandelt. Künstler entwickeln neue Ausdrucksformen, um die planetaren Zusammenhänge darzustellen und der Vortrag thematisiert, wie die Erderhitzung Kunstwerke und die Kunstgeschichte herausfordert. Weiterhin werden die Konservation von Kunstwerken sowie der Klimaschutz in den Mittelpunkt gerückt.
Kunst und Klimawandel im Fokus
Mateo Chacón Pino, ein kolumbianisch-schweizerischer Kunsthistoriker, Kurator und Autor, hat sich auf die Rolle der Kunst in der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft spezialisiert. Er ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am documenta Institut und an der Universität Kassel im Fachgebiet Kunst und Gesellschaft.
Zusätzlich zum Vortrag plant die Gesellschaft für Kultur und Geschichte ein umfangreiches Programm mit Fokus auf den Klimawandel in der kulturellen Bildung. Dieses Programm umfasst verschiedene Gesprächsrunden, die sich mit den Themen Resonanz, Schönheit, Gerechtigkeit und Wissen in Bezug auf das kulturelle Erbe sowie die ökologische Krise beschäftigen, wie unter anderem auf gesellschaft-kultur-geschichte.de zu erfahren ist.