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Neues Gesicht für die Evangelische Kirche: Ruck-Schröder als Präses gewählt!

Adelheid Ruck-Schröder wurde mit mehr als 96 Prozent der Stimmen zur neuen Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen gewählt. Ihre Wahl fand am Samstag in Dortmund statt, nach dem Rücktritt von Annette Kurschus. Ruck-Schröder betont die Notwendigkeit eines Aufbruchs und den Umgang mit der Finanz- und Mitgliederkrise der Kirche. Sie sieht die Krise als Chance, die Strukturen der Kirche zu überprüfen.

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat etwa 1,9 Millionen Mitglieder und steht vor massiven Finanzproblemen. Ruck-Schröder war zuvor Regionalbischöfin in Hildesheim und stellt klar, dass Sparmaßnahmen und effizientere Strukturen auch ein geistlicher Prozess sein müssen. Ihr Ziel ist es, eine einladende und offene Kirche zu schaffen, die junge Leute und Familien anspricht, wie Kirche und Leben berichtete.

Persönlicher Hintergrund

Ruck-Schröder stammt aus einem Pfarrhaushalt und bringt vielfältige kirchliche Erfahrungen mit. Sie ist seit 30 Jahren mit dem Göttinger Theologieprofessor Bernd Schröder verheiratet und hat zwei Kinder, eine 25-jährige Tochter und einen 28-jährigen Sohn. Ihre Theologiestudien absolvierte sie in Tübingen und Berlin. Ihre erste Pfarrstelle hatte sie in Havixbeck bei Münster, gefolgt von einer Tätigkeit als Berufsschulpfarrerin in Saarbrücken. Zudem war sie von 2010 bis 2012 Sprecherin der ARD-Sendung „Wort zum Sonntag“. 2021 wurde sie zur Regionalbischöfin für den Sprengel Hildesheim-Göttingen ernannt.

Adelheid Ruck-Schröder überzeugte die Synodalen mit ihren Vorstellungen zur kirchlichen Arbeit und ihrer Leitungsaufgabe. Sie war die einzige Kandidatin für das Amt, da zwei andere potenzielle Kandidaten aus persönlichen Gründen verzichtet hatten, wie Evangelisch in Westfalen berichtete. Die Amtseinführung von Ruck-Schröder ist für den 15. Juni in der Betheler Zionskirche in Bielefeld geplant. Glückwünsche erhielt sie bereits von Bischöfin Kirsten Fehrs (EKD) sowie Thorsten Latzel (EKiR).