Oldenburg

Genussvoll und gesund: Die neue Ära der regionalen Ernährung in Oldenburg!

Vertreterinnen und Vertreter der Außer-Haus-Verpflegung haben sich kürzlich über ein neuartiges Projekt zur Förderung einer gesunden, genussvollen und klimafreundlichen Ernährung informiert. Die Veranstaltung fand in der Jugendherberge Oldenburg statt, die sich aktiv für gesunde und nachhaltige Kost aus regionalen Zutaten einsetzt. Die hohe Nachfrage nach regionalen, klimafreundlichen und gesunden Speiseangeboten verdeutlicht das Interesse an einer Umstellung in der Gastronomie. Ziel des Projekts ist die Entwicklung konkreter Lösungen zur Verbesserung der Verpflegung.

Bei der Veranstaltung äußerten die teilnehmenden Landkreise ihr Interesse an Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette, um Landwirtinnen und Landwirten zu unterstützen. Einig war man sich über die zentrale Rolle der Ernährungsbildung als ersten Schritt zu einer gesunden Ernährung. Prof. Dr. Melanie Speck hob die Bedeutung der Gemeinschaftsverpflegung im Kontext von Ernährungsarmut, sozialem Zusammenhalt und Nachhaltigkeit hervor, was die Relevanz des Projekts weiter unterstreicht.

Nachhaltigkeit und Regionalität in der Gastronomie

Die gastronomische Branche erlebt einen merklichen Trend hin zu Bio, regionalen und saisonalen Zutaten. Laut dem BMEL Ernährungsreport 2023 geben 66 % der Befragten an, Herkunft, Regionalität und Saisonalität als wichtig zu erachten. In diesem Zusammenhang zeigt eine Umfrage, dass 50 % der Befragten Gastronomiebetriebe häufiger besuchen würden, wenn mehr regionale Lebensmittel angeboten werden. Für zwei Drittel der Gäste ist das Angebot regionaler Lebensmittel entscheidend, was die steigenden Erwartungen an Restaurants mit heimischer Küche bekräftigt.

Die Vorteile der Regionalität für Gastronomiebetriebe sind vielfältig: Neben Marketingvorteilen und Kosteneinsparungen durch saisonale Produkte tragen kürzere Transportwege zur Verringerung der Emissionen bei. Zudem bieten regionale Zutaten eine höhere Frische und besseren Geschmack. Gastronom*innen sind eingeladen, ihre Rezepte schrittweise anzupassen und saisonale Speisekarten zu gestalten, um eine ausgewogene Ernährung zu fördern und regionale Produkte zu bewerben. Zudem sollten bestehende Beziehungen zu Lieferanten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls neu gestaltet werden, um regionale Anbieter zu unterstützen.

Für die Umsetzung dieser Änderungen empfehlen Experten die Nutzung von Online-Plattformen zur Vernetzung mit regionalen Bio-Lieferanten sowie die Teilnahme an Messen und Wochenmärkten zur Kontaktanbahnung. Innovative Konzepte wie Hyperlokaler Anbau und Farm-to-table-Ansätze könnten ebenfalls an Bedeutung gewinnen, auch wenn sie aktuell noch wenig verbreitet sind.

Um die Regionalität der Produkte gezielt zu kommunizieren, sollten Gastronomiebetriebe ihr Marketing darauf ausrichten, die Herkunft der Zutaten transparent zu machen und Geschichten über Erzeuger zu erzählen. Durch entsprechende Schulungen und Workshops lässt sich das Team aktiv in den Prozess einbinden und die Umstellung auf regionale Produkte unterstützen.

Für weitere Informationen zu regionaler Ernährung in der Gastronomie und zur Unterstützung bei der Umstellung auf nachhaltige Praktiken können Interessierte die Artikel auf Oldenburg.de sowie Ernährungswandel.org lesen.