
Die Wirtschaft ändert sich spürbar, weg vom traditionellen Einzelhandel hin zu Dienstleistungsangeboten in zentralen Lagen und Geschäften „auf der Grünen Wiese“. Diese Transformation wurde in der Jahreshauptversammlung des Wirtschafts- und Fremdenverkehrsvereins Oldenburg in Holstein (WFO) thematisiert, die am 14. März stattfand. Der stellvertretende Vorsitzende Sven Jessen hob dabei sowohl die Herausforderungen als auch die Lösungsansätze des Vereins hervor.
Der WFO eröffnet sich künftig nicht nur für den Einzelhandel, sondern auch für alle Gewerbetreibenden aus dem Dienstleistungssektor und dem Handwerk. Unter dem Motto „Wir für Oldenburg“ strebt der Verein eine aktive Lobby-Arbeit für die Wirtschaft in Oldenburg an. Im Rahmen dieser Bemühungen wird der Internetauftritt des Vereins modernisiert, um die Präsenz und Zugänglichkeit zu verbessern.
Regelmäßige Treffen für Austausch und Zusammenarbeit
Um den Austausch zu fördern, finden monatliche Treffen, sogenannte Hotspots, jeden dritten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im OSV-Sportlerheim am Schauenburger Platz 4 statt. Diese Treffen sind sowohl für Mitglieder als auch für interessierte Bürger offen und behandeln relevante Themen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Der WFO sieht sich als wichtigen Ansprechpartner in wirtschaftlichen Belangen und nimmt unter anderem an Diskussionen zur Fehmarn-Belt-Querung und zur Gestaltung der Innenstadt teil. Darüber hinaus unterhält der Verein Netzwerke in der Politik, bei Vereinen, Berufsschulen sowie dem Unternehmensverband Ostholstein-Plön. Quartalsgespräche mit dem Bürgermeister von Oldenburg sind Teil der Strategie, um eine aktive Rolle als Wirtschaftsnetzwerk in Oldenburg und Umgebung einzunehmen.
Im Kontext dieser Veränderungen ist es wichtig, dass die deutsche Wirtschaft sich aufgrund von Faktoren wie Globalisierung, Digitalisierung, Klimaschutz und demografischem Wandel neu erfinden muss. Diese Aspekte betreffen nicht nur den Dienstleistungssektor, sondern auch das produzierende Gewerbe und die Verwaltung, die eng miteinander verwoben sind. Wie xpert.digital berichtete, beeinflussen steigende Energiekosten und internationale Konkurrenz alle drei Sektoren und stellen sie vor große Herausforderungen.
Zudem bringt die Digitalisierung, insbesondere durch Industrie 4.0, Veränderungen in der Produktion mit sich, die ebenfalls Auswirkungen auf Arbeitsplätze haben können. Während die Digitalisierung viele Chancen mit sich bringt, bleibt die Notwendigkeit für Weiterbildung und Umschulung bestehen, um die Beschäftigten auf neue Anforderungen vorzubereiten. Politische Maßnahmen zur Stärkung des produzierenden Gewerbes sind erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern.