Stade

Ankerplatz Stade: Ideen ohne Umsetzung – Was steckt wirklich dahinter?

Stader Ankerplatz-Aktivisten haben eine Image-Offensive gestartet, um ihr Projekt in einem besseren Licht darzustellen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die politische Geduld zunehmend schwindet. Im Rahmen dieser Offensive wurde ein positiver Artikel im Stader Tageblatt veröffentlicht. Ein Journalist besuchte den Ankerplatz, um die Situation vor Ort zu überprüfen.

Vor Ort traf der Autor jedoch auf kaum aktivistische Aktivitäten, sondern nur auf einige Passanten und Handwerker. Statt einer lebendigen Atmosphäre herrschte ein Baustellenflair. Ein als PR-Gag wahrgenommener Blühkugelautomat war ebenfalls zu finden. Darüber hinaus wurden eine Kompostkiste und ein als fragwürdig erachteter „Klabautermann“ als Teil der Präsentation bemängelt. Eine Aktivistin betonte, dass der Platz nicht öde sei, was in starkem Widerspruch zu den Beobachtungen des Autors stand. Der Zustand der Öko-Klos und Tischkickers mit aufgebrochener Verriegelung stellte sich als ungenügend heraus.

Politischer Druck und bevorstehende Entscheidungen

Das Gewächshaus, auch „Klimakiste“ genannt, war zwar beschriftet, aber ohne Treppe, da der Bauantrag noch aussteht. Die Aktivisten betonen, dass ihre Bemühungen nichts mit politischem Druck zu tun hätten. Eine wichtige politische Entscheidung über den Antrag von CDU und Grünen steht bereits am 31. März an. Nach einem Streit über die Antragsformulierungen haben sich CDU und Grüne mittlerweile geeinigt.

Das Projekt Ankerplatz in Stade ist auf einem etwa 6000 m² großen Platz am Sande in der Stader Innenstadt angesiedelt. Es verfolgt das Konzept eines maritimen Dorfes aus umgebauten Schiffscontainern und dient als Reallabor für den Marktplatz der Zukunft. Das Leitbild des Ankerplatzes umfasst mehrere Aspekte: es soll gemeinschaftsstiftend und generationenübergreifend sein, digital und innovativ sowie klimaneutral, regional und nachhaltig. Zudem wird Authentizität und maritimes Flair angestrebt.

Die Finanzierung erfolgt über einen All-Profit-Ansatz, ähnlich wie beim Bau von Dorfgemeinschaftshäusern. Die Rohcontainer werden durch Spenden und Fördergelder finanziert. Der Ausbau wird in Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben realisiert. Ziel ist es, einen modernen und lebendigen Showroom für Produkte und Dienstleistungen in der Innenstadt zu schaffen. Über bestehende Projekte, Initiativen und Organisationen soll der Betrieb gewährleistet werden. Ein modularer Aufbau ermöglicht organisches Wachstum und Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen, was als Vorteil für die Initiativen gilt.

Insgesamt bleibt der Ankerplatz ein Ort voller Ideen, jedoch mit wenig Umsetzung, wie [kreiszeitung-wochenblatt.de](https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/stade/c-panorama/der-stader-ankerplatz-mediale-imagepflege-trifft-auf-triste-realitaet_a353857) berichtete. Weitere Details zu dem Projekt finden sich auf der Webseite des [Deutschen Engagementpreises](https://www.deutscher-engagementpreis.de/engagiertenfinder/engagiertendetails/4769-ankerplatz-stade).